Berliner Philharmoniker mit Bernard Haitink & Isabelle Faust

160´ Klassik, Konzert

Altmeister Bernard Haitink dirigiert zwei der populärsten Werke Ludwig van Beethovens: Ludwig van Beethovens Violinkonzert D-Dur und die Symphonie Nr. 6 F-Dur. In der Sechsten Symphonie zeigt sich der Komponist von ungewohnt entspannter Seite: Nicht Drama und Kampf stehen im Mittelpunkt, sondern die menschlichen Empfindungen im Angesicht der Natur. Im berühmten Violinkonzert begegnen wir zuvor Isabelle Faust, die in den letzten Jahren zu einer der weltweit gefragtesten Geigerinnen avanciert ist. Lassen Sie sich von Isabelle Faust in pastorale Weiten entführen und der strahlenden Leuchtkraft ihres Geigentons in dem berühmten Violinkonzert verzaubern, live aus der Berliner Philharmonie.

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Berliner Philharmoniker mit Mariss Jansons & Frank Peter Zimmermann

150´ Konzert, Klassik

Mariss Jansons, ein enger Freund der Berliner Philharmoniker, präsentiert ein außergewöhnlich farbiges Programm mit Bartóks Musik für Streichinstrumente, Schlagzeug und Celesta, mit Ravels Daphnis et Chloé sowie Schostakowitschs Violinkonzert Nr. 2 mit Frank-Peter Zimmermann als Solist. Auf verschiedenem Wege verbreiten die Werke eine gemeinsame Botschaft: dass nämlich bedingungslose Modernität und sinnlicher Klangzauber keineswegs Gegensätze sein müssen. Freuen Sie sich auf einen Abend voll musikalischer Leidenschaft, live aus der Berliner Philharmonie.

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Erleben Sie auch in dieser Saison drei abwechslungsreiche Konzertprogramme im Cineplex Bayreuth! Die Berliner Philharmoniker unter Chefdirigent Sir Simon Rattle begrüßen Sie zum Auftakt der Saison mit einem symphonischen Schumann-Brahms-Programm. Begegnen Sie anschließend im März Altmeister Bernard Haitink als Beethoven-Interpret in der Pastorale und dem Violinkonzert mit Isabelle Faust, einer der gefragtesten Geigerinnen unserer Zeit. Und seien Sie zum Abschluss der Kinosaison dabei, wenn Mariss Jansons ein farbiges Programm mit Musik von Bartók, Ravel und dem Zweiten Violinkonzert von Schostakowitsch mit Frank Peter Zimmermann als Solist präsentiert.
 
 

Hintergrund: Berliner Philharmonie

Die Berliner Philharmonie ist seit 50 Jahren das musikalische Herz Berlins. Bei der Eröffnung 1963 noch an der Peripherie West-Berlins gelegen, wurde sie nach der Wiedervereinigung Teil der neuen urbanen Mitte. Ihre ungewöhnliche, zeltartige Form und ihre weithin leuchtende, gelbe Farbe macht sie zu einem der Wahrzeichen der Stadt. An ihrer ungewöhnlichen Architektur und der neuartigen Konzeption des Konzertsaals entzündeten sich anfangs Kontroversen, mittlerweile dient sie als Vorbild für Konzerthäuser in der ganzen Welt. »Ein Mensch im Angesicht eines andern, gereicht in Kreise, in mächtig schwingendem Bogen um strebende Kristall-Pyramide.« Bereits 1920 notierte der Architekt Hans Scharoun jene Worte als Vision für den idealen Theaterraum. Aus dieser Idee entwickelte er 35 Jahre später den Großen Saal der Philharmonie, in der das Podium mit den Musikern den Mittelpunkt bildet.
50 Jahre Philharmonie bedeuten aber auch 50 Jahre voller spannender musikalischer Momente. Seit dem Eröffnungskonzert unter Leitung von Herbert von Karajan haben die Berliner Philharmoniker zusammen mit großartigen Dirigenten und Solisten ihrem Publikum viele grandiose Konzerte beschert.
Berliner Philharmoniker 2014/15 - Sir Simon Rattle am 26.September 2014
Bereits in der zweiten Hälfte der 1850er-Jahre hatte Johannes Brahms an der Publikation der nachgelassenen Werke Robert Schumanns mitgewirkt. Dabei setzte er sich im Fall der d-Moll-Symphonie für die Urfassung ein – die 1841 komponierte und uraufgeführte Symphonie hatte Schumann zehn Jahre später einer grundlegenden Revision unterzogen und als »Nr. 4« drucken lassen. Brahms bevorzugte die erste Version, vor allem wegen ihres transparenteren Klangbildes, und veranlasste – sehr zum Unmut von Schumanns Witwe Clara – eine separate Ausgabe jener Komposition, die sich u. a. in der Instrumentation, durch schnellere Tempi und die knappere Final-Introduktion von der späteren Fassung unterscheidet. Auch Sir Simon Rattle hat sich zum Abschluss des philharmonischen Schumann- Brahms-Zyklus für die selten zu hörende Erstfassung der d- Moll-Symphonie entschieden. Sein Votum für die frühe Fassung des Werks begründet Sir Simon u. a. damit, dass Schumann 1851 zwar »grundsätzlich exakt dasselbe Material verwendet, dieselben Noten«, dabei aber »eine Symphonie voller Leichtigkeit, Anmut und Schönheit in eine Symphonie aus Finsternis, Wahn und Zwang verwandelt«.
Anschließend steht mit Brahms’ 1884/1885 entstandener Vierter ein Werk auf dem Programm, über das Hans von Bülow noch vor der Premiere an seinen Berliner Konzertagenten Hermann Wolff begeistert berichtete: »Nr. 4 riesig, ganz eigenartig, ganz neu, eherne Individualität. Atmet beispiellose Energie von a bis z.« Joseph Joachim notierte anlässlich der Berliner Erstaufführung am 1. Februar 1886: »Der geradezu packende Zug des Ganzen, die Dichtigkeit der Erfindung, das wunderbar verschlungene Wachstum der Motive noch mehr als der Reichtum und die Schönheit einzelner Stellen, haben mir’s geradezu angetan, so dass ich fast glaube, die e-Moll ist mein Liebling unter den vier Symphonien.«
 
 
 
Berliner Philharmoniker 2014/15 - Bernard Haitink und Isabelle Faust am 06. März 2015
Seit Jahren gehört Isabelle Faust zu den führenden Geigerinnen weltweit: »Ihr Klang hat Leidenschaft, er hat Biss und er elektrisiert«, so die New York Times, »aber er ist auch von einer entwaffnenden Wärme und Süße, die den verborgenen Lyrismus der Musik sichtbar werden lässt.« Bei der Frage, welche Musik ihre »Dornröschen«-Stradivari von 1704 am liebsten mag, muss sie nicht lange überlegen: »Wenn ich ein ideales Stück herauspicken sollte, wäre es Beethovens Violinkonzert. Leichtfüßige, sehr hell strahlende Musik, nichts, was zu erdig klingt. An ihren besten Tagen hat diese Geige eine unglaubliche Leuchtkraft, sehr silbrig-golden. Der sehr helle Beethoven-Klang kommt auch mir selbst sehr entgegen, das ist mit meiner Natur und meinen Emotionen gut zu vereinbaren.«
Zu Gast bei den von Bernard Haitink dirigierten Berliner Philharmonikern präsentiert Isabelle Faust mit ihrer »Dornröschen« (die den Beinamen trägt, weil sie erst 150 Jahre lang auf einem Dachboden verschollen war, um nach ihrer Wiederentdeckung nochmals für lange Zeit in einem Tresor zu verschwinden) nun das »ideale Stück«: Beethovens Violinkonzert. Anschließend steht eine der beliebtesten Beethoven-Symphonien auf dem Programm, nämlich die Pastorale mit ihrem berühmten Vogelkonzert im zweiten Satz, bei dem sich im Manuskript die Namen der entsprechenden Vögel finden: Nachtigall (Flöte), Wachtel (Oboe) und Kuckuck (Klarinette). Rein musikalisch handelt es sich hier um eine quasi frei vorgetragene Kadenz für drei Soloinstrumente, wodurch die Symphonie für kurze Zeit den Charakter einer Concertante annimmt.
 
 
 
Berliner Philharmoniker 2014/15 - Mariss Jansons und Frank Peter Zimmermann am 10. Mai 2015
In seiner Musik für Saiteninstrumente, Schlagzeug und Celesta gelang es Béla Bartók, ein dichtes Netz von Klangfarbenbeziehungen zu knüpfen, in dem sich kontinuierliche Übergänge und unvermittelte Kontraste gegenüberstehen. Die große Bedeutung, die dem Orchesterklang zukommt, unterstreicht die auf klangräumliche Wirkungen abzielende Aufstellung der Instrumentalisten: Laut Partitur sind die in zwei Quintette aufgeteilten Streicher links und rechts vom Podium so zu platzieren, dass sich beide Gruppen am äußersten Ende des Halbkreises in den Kontrabässen berühren, während die Mitte des Podiums dem Schlagwerk vorbehalten bleibt. Mariss Jansons hat Bartóks »Meisterwerk« (Paul Sacher) für sein Gastdirigat bei den Berliner Philharmonikern ausgewählt, ebenso wie die Zweite Suite aus Maurice Ravels »Symphonie chorégraphique« Daphnis et Chloé, die Igor Strawinsky als »eines der schönsten Produkte in der gesamten französischen Musik« bezeichnete.
Zwischen diesen beiden Werken widmet sich Frank Peter Zimmermann Dmitri Schostakowitschs hochoriginellem Ersten Violinkonzert – einem Werk, dessen Premiere verschoben werden musste, da das sowjetische Zentralkomitee kurz vor der Vollendung ein faktisches Verbot von konzertanter Instrumentalmusik ausgesprochen hatte. Während die sowjetische Premiere am 29. Oktober 1955 in Leningrad mit dem Widmungsträger David Oistrach totgeschwiegen wurde, geriet die zwei Monate später erfolgte amerikanische Erstaufführung mit demselben Solisten in der New Yorker Carnegie Hall zur Sensation: Dimitri Mitropoulos, der die New Yorker Philharmoniker dirigiert hatte, reagierte auf den nicht enden wollenden Beifall, indem er die Partitur dem jubelnden Publikum entgegenhielt.
 

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