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Passau

Deportation Class

  • 84´
  • FSK 12
  • Dokumentarfilm

Ein aufrüttelndes Dokument

Sie kommen in der Nacht, sie reißen Familien aus dem Schlaf, geben ihnen eine halbe Stunde Zeit zum Packen und setzen sie in ein Flugzeug: Sogenannte Zuführkommandos von Polizei und Ausländerbehörden haben im vergangenen Jahr 21.000 Asylbewerber aus Deutschland abgeschoben. Und die Bundeskanzlerin fordert eine "nationale Kraftanstrengung", um noch härter durchzugreifen. Doch was bedeutet eine Abschiebung eigentlich? Und was macht sie mit den Männern, Frauen und Kindern, die abgeschoben werden? Der 85-minütige Dokumentarfilm DEPORTATION CLASS zeichnet erstmals ein umfassendes Bild dieser staatlichen Zwangsmaßnahmen: Von der monatelangen Planung einer Sammelabschiebung über den nächtlichen Großeinsatz in den Unterkünften der Asylbewerber bis zu ihrer Ankunft im Heimatland und der heiklen Frage, was die Menschen dort erwartet. Nach monatelangen Recherchen hatten die Regisseure Carsten Rau und Hauke Wendler, die zu diesem Thema bereits den mehrfach preisgekrönten Dokumentarfilm ,Wadim' realisierten, erstmals die Möglichkeit, eine Sammelabschiebung zu filmen. Dabei wurden 200 Asylbewerber von Mecklenburg-Vorpommern nach Albanien ausgeflogen: Bewegende, teils schockierende Bilder, die in Deutschland so noch nicht zu sehen waren. Der Dokumentarfilm DEPORTATION CLASS, der teils mit drei Kamerateams parallel gedreht wurde, zeichnet aber nicht nur ein präzises, nüchternes Bild dieser nächtlichen Abschiebungen. Der Film gibt auch denjenigen ein Gesicht, eine Stimme und damit ihre Würde zurück, die in den Nachrichten nicht zu Wort kommen: Menschen wie Gezim J., der in Deutschland auf eine bessere Zukunft für seine Kinder hoffte und ohnmächtig zusehen muss, wie seine Träume zerplatzen. Oder die Familie von Elidor und Angjela H., die vor der Blutrache flüchten musste und nach der Abschiebung in Albanien ins Bodenlose stürzt. (Quelle: Verleih)

ScharfrichterKino

Heute, 29.06.2017, 19:00 Uhr

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Pechmarie. Das Leben der Maria Mandl

  • 82´
  • Drama, Dokumentarfilm

Der Film "Pechmarie. The Life of Maria Mandl" rührt an einem Tabu: Der Beteiligung von Frauen als Täterinnen im Holocaust

Über 100 Jahre nach der Geburt von Maria Mandl, Putzfrau und Postgehilfin aus Münzkirchen/Oberösterreich, geht ein Filmteam ihren Spuren nach - von ihrem Geburtsort über Ausschwitz über Mühldorf-- beides Orte der NS-Judenvernichtung. Mit dem Namen Mandl sind 500.000 Morde verbunden. Sie war Leiterin des Frauenlagers in Auschwitz-Birkenau - und existierte doch nicht. Zumindest offiziell, denn der österreichische Staat erklärte die 1948 in Krakau/Polen Gehenkte als Nazi-Opfer, das in einem KZ ums Leben kam. Dieser Skandal wurde erst 2017 durch eine Korrektur des zuständigen Gerichtes beseitigt, was ein enormes Medienecho nach sich zog. In ihrer Heimatgemeinde will man auch nichts mehr über sie wissen. Der Skandalfilm über eine Frau, die niemals existierte. Und doch ist dieses Verschweigen der Täter Realität in Österreich.

ScharfrichterKino

Do, 06.07.2017, 19:00 Uhr

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Grießnockerlaffäre

  • 98´
  • FSK Prüfung folgt
  • Krimi, Komödie

Kommissar Eberhofer ermittelt wieder ...

Der restalkoholisierte Franz Eberhofer wird am Morgen nach einer rauschenden Polizisten-Hochzeit von einem schwer bewaffneten SEK-Kommando geweckt, das sich leider nicht vom Besen der Oma (Enzi Fuchs) vertreiben lässt. Der Kollege Barschl (Francis Fulton-Smith) ist mit einem Messer im Rücken tot aufgefunden worden. Und blöderweise ist die Tatwaffe, ausgerechnet Franz' Taschenmesser, zweifelsfrei zu identifizieren, da sein Name eingraviert ist. Dass der Dahingeschiedene Franz' ungeliebter Vorgesetzter und erklärter Erzfeind ist, macht die Sache auch nicht besser. Gut, dass sein Alt-Hippie-Vater (Eisi Gulp) ihm ein schönes Alibi zusammenlügt. Aber ermitteln muss der Franz eben doch selber. Zum Glück ist Kumpel Rudi Birkenberger (Simon Schwarz) zur Stelle, um mit ihm gemeinsam den delikaten Fall aufzuklären. Privat ist der Franz auch gefordert. Denn der Papa kocht vor Eifersucht, seit die Jugendliebe der Oma, der kauzige Paul (Branko Samarovski), aufgetaucht ist und sich daheim breit macht. Und nicht nur das: Weil Paul nichts anderes verträgt, kocht die Oma nur noch Grießnockerlsuppe. Heikel wird es für Franz auch, als er bei Freundin Susi (Lisa Maria Potthoff) haarscharf an einem Heiratsantrag vorbei schrammt. (Quelle: Verleih)

Cineplex Passau

Mi, 09.08.2017, 20:00 Uhr

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