Klassik und Film · METROPOLIS


In zehn Sinfoniekonzerten präsentiert das Sinfonieorchester Münster Berührungspunkte zwischen den Kunstgattungen Musik und Film. Die Mehrzahl der mit dem Programm verknüpften Filme wird in zeitlicher Nähe zu den Konzerten in münsterschen Kinos zu erleben sein. Besondere Höhepunkte sind dazu die Kinokonzerte im CINEPLEX!

Vom März 1925 bis Oktober 1926 entstand in den Berliner Ufa-Ateliers in 310 Tagen und 60 Nächten eines der beeindruckendsten Werke der Filmgeschichte. Die Mischung aus mittelalterlichem Okkultismus, aktueller Gesellschaftskritik und kühner Zukunftsvision ist für manchen schwer verdaulich, andere genießen sie als unerreichtes Musterbeispiel für das, was die Imaginationsmaschine Kino zu leisten vermag. Inspiriert von einem Amerikabesuch, ließ sich Fritz Lang von seinen Bühnenarchitekten ein modernes Babylon errichten, einen Spielplatz für seine phantastischen visuellen Einfälle. ,Metropolis' zählt zu den frühen Klassikern des Science-Fiction-Genres. Die außergewöhnlichen Spezial-Effekte des Films (wie die Schöpfung eines Roboter-Menschen) haben nichts von ihrer Faszination eingebüßt. Regisseur Fritz Lang sammelte die verschiedenartigsten Mythen und verschmolz sie mit filmtechnischer Brillanz zu einem architektonischen Formenesperanto, das vor allem für die verständlich ist, die die Vokabeln des Expressionismus beherrschen. (Stephan Denis in: Münstersche Zeitung)
D 1927. Regie: Fritz Lang. Drehbuch: Thea von Harbou. Kamera: Karl Freund. -- Mit Brigitte Helm, Gustav Fröhlich, Alfred Abel, Rudolf Klein-Rogge, Heinrich George, Fritz Rasp, Theodor Loos. 130'.
„Drohende Gefahr – Angst – Katastrophe“ – so lautet der Untertitel der „Begleitmusik zu einer Lichtspielszene“, die Arnold Schönberg 1929/30 nach einer nur 9-minütigen expressionistischen Stummfilmminiatur komponierte. Die Filmkunstreihe bringt dazu mit Fritz Langs „Metropolis“ einen der Klassiker des Stummfilms aus dem Jahre 1927. – Als Erster Konzertmeister des Gewandhausorchesters Leipzig sowie als Primarius des Gewandhausquartetts ist Frank-Michael Erben einer der erfolgreichsten deutschen Violinisten der Gegenwart. Er beehrt Münster mit seinem Besuch für eine Interpretation von Béla Bartóks 2. Violinkonzert. Mit Ludwig van Beethovens 7. Sinfonie beschließt das Programm ein sinfonisches Meisterwerk, das stark vom Rhythmus geprägt ist und von Richard Wagner einmal als „Apotheose des Tanzes“ bezeichnet wurde.
Arnold Schönberg: Begleitmusik zu einer Lichtspielszene op. 34
Béla Bartók: Konzert für Violine und Orchester Nr. 2 Sz 112
Ludwig van Beethoven: Sinfonie Nr. 7 A-Dur op. 92
Frank-Michael Erben, Violine · Sinfonieorchester Münster, Dirigent: Fabrizio Ventura
Schlosstheater













