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ABER DAS LEBEN GEHT WEITER mit Regisseurin und Protagonistin

ABER DAS LEBEN GEHT WEITER mit Regisseurin und Protagonistin
Regisseurin Karin Kaper und ihre Mutter Ilse Kaper, 80-jährige Protagonistin des Films, stellten am 2.2. im Schloßtheater den Film ABER DAS LEBEN GEHT WEITER dem publikum vor.

Die Kinodokumentation von Karin Kaper und Dirk Szuszies porträtiert drei polnische und drei deutsche Frauen aus mehreren Generationen, deren Familiengeschichten sich nach Ende des Zweiten Weltkrieges auf dramatische Art kreuzten, und die bewusst persönlich zum Thema „Flucht und Vertreibung“ ein Zeichen der Annäherung setzen.

 

Ein bewegender Film über Vertreibung und Verlust der Heimat aus dem Blickwinkel persönlich betroffener Frauen, ein Beitrag zum 20jährigen Bestehen des Deutsch-Polnischen Nachbarschaftsvertrages – und ein warmherziger und ruhiger Film, der auf jede Gewaltdarstellung verzichtet.

Drei polnische und drei deutsche Frauen aus mehreren Generationen, deren Familiengeschichte sich nach Ende des Zweiten Weltkrieges auf dramatische Art kreuzte, setzen bewusst persönlich zum Thema „Flucht und Vertreibung“ ein Zeichen der Annäherung.
Ein Film über Heimat, Krieg, über das Überleben in der Fremde, darüber wie die große Geschichte in das Dasein der Menschen hineinblitzt und die Lebensbahnen durcheinanderwirbelt.
Der Film erzählt sehr privat ein jahrzehntelanges besonderes Kapitel in den deutsch-polnischen Beziehungen. Kommentarlos kommen die Frauen zu Wort und lassen den Betrachter Anteil nehmen an ihrer subjektiven Sicht der Ereignisse.
Der Film berücksichtigt nicht nur die erschütternden Vorkommnisse in den Kriegswirren bis zur endgültigen Vertreibung der deutschen Familie aus ihrem niederschlesischen Dorf Niederlinde im Sommer 1946. Er wirft auch ein Licht auf die Entwicklungen der Nachkriegszeit sowie spätere Jahrzehnte bis heute.
Dem Schicksal der Deutschen, die später in Bremen und Umgebung eine zweite Heimat fanden, wird das der polnischen Familie gegenübergestellt, die ihrerseits 1940 von der sowjetischen Armee aus Ostgebieten Polens nach Sibirien verschleppt wurde. Nach einer unglaublichen sogar bis Kirgistan führenden Odyssee bekam sie schließlich im Sommer 1945 den Hof der Deutschen zugesprochen.
Das ehemalige Niederlinde heißt heute Platerówka und liegt 25 km von Görlitz entfernt.

 

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