Im Gedenken an Hans-Werner Renneke:
The show will go on
Hans-Werner Renneke war Cineast, sein Herzblut galt dem Film als 7. Kunst und dem Kino als Ort, ihn angemessen dem Publikum zu präsentieren. Mit viel Liebe zum Detail und einer ganz eigenen Handschrift hat er Ende der 90-er Jahre des vergangenen Jahrhunderts das Cineplex als modernes Großkino realisiert, und damit einen Ort für Filmfreunde geschaffen, der noch lange erhalten bleiben wird.
Derzeit ordnen wir, so schwer es auch fällt, die Dinge neu, um nach seinem viel zu frühen Tod die Zukunft zu sichern. Den Weg haben wir trotz unserer Traurigkeit über einen großen menschlichen Verlust schon beschritten.
Im Gedenken an Hans-Werner Renneke: The show will go on

Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind auch weiterhin für Sie - unsere Gäste und unser Publikum - da, und sie sorgen dafür, dass keine einzige Vorstellung ausfällt.
Denn auch in schwierigen Lebensphasen war die Maxime des Verstorbenen immer: „The Show must go on“. Die Tradition eines Familienunternehmens soll und wird deshalb weiter gehen. Das Team der Kinoleitung, mit dem Hans-Werner Renneke schon lange sehr persönlich und eng zusammengearbeitet hat wird die Visionen, die er für sein Kino in Paderborn hegte, nach bestem Wissen und Gewissen in seinem Sinne fortführen.
In den letzten Tagen haben wir Trost und Beileidsbekundungen auch von vielen unserer Stammgäste erhalten. Dafür möchten wir uns an dieser Stelle bei Ihnen, liebes Publikum, herzlich bedanken.
Wir werden in den nächsten Wochen eine Sonderveranstaltung vorbereiten, um gemeinsam mit unserem Publikum und den Freunden unseres Hauses seiner zu gedenken. Bitte beachten Sie die Hinweise hierauf in unseren Programmpublikationen.
Familie Renneke und das Team der
Filmtheaterbetriebe Renneke / Cineplex Paderborn
Denn auch in schwierigen Lebensphasen war die Maxime des Verstorbenen immer: „The Show must go on“. Die Tradition eines Familienunternehmens soll und wird deshalb weiter gehen. Das Team der Kinoleitung, mit dem Hans-Werner Renneke schon lange sehr persönlich und eng zusammengearbeitet hat wird die Visionen, die er für sein Kino in Paderborn hegte, nach bestem Wissen und Gewissen in seinem Sinne fortführen.
In den letzten Tagen haben wir Trost und Beileidsbekundungen auch von vielen unserer Stammgäste erhalten. Dafür möchten wir uns an dieser Stelle bei Ihnen, liebes Publikum, herzlich bedanken.
Wir werden in den nächsten Wochen eine Sonderveranstaltung vorbereiten, um gemeinsam mit unserem Publikum und den Freunden unseres Hauses seiner zu gedenken. Bitte beachten Sie die Hinweise hierauf in unseren Programmpublikationen.
Familie Renneke und das Team der
Filmtheaterbetriebe Renneke / Cineplex Paderborn
Worte eines Freundes....
Hans Werner Renneke
( 20.8.1950 – 28.1.2012 )
Nachruf
"1974, also vor 38 Jahren, lernten wir uns kennen – Hans Werner Renneke und ich. Später, als wir Freunde waren, durfte ich HW zu ihm sagen.
1974, also, kamen wir Beide als junge Himmelsstürmer zur Gilde deutscher Filmkunsttheater, dessen Vorstand wir einmal 30 Jahre angehören sollten.
Beide stammten wir aus alten Kinodynastien, ich in Biberach, er in Paderborn, wo schon sein Großvater seit 1928 Kino machte und sein Vater Hans einer der Mitbegründer der Gilde in den 50er Jahren war.
Schnell verband uns die gemeinsame Devise für unser Kinomachen, nämlich „Kino ist mehr als Film“. Mit viel Arbeit und Zähigkeit das Publikum für die Filme zu begeistern, die wir selbst so liebten. Das Publikum neben dem reinen Unterhaltungsfilm auch zum wichtigen, zum anspruchsvollen Film zu „erziehen“. Kämpfer für die Filmkunst nannten wir uns und wurden dafür auch nicht nur bewundert.
Den Zwiespalt zwischen notwendigem kommerziellen Kinobetrieb und gleichzeitig engagiertem Programm mit künstlerischem Anspruch hat Hans Werner einmal selbst in einem Artikel zum 40.Jubiläum der Gilde 1993 unter dem Titel „Die gar nicht so unerträgliche Wirklichkeit des Gebrauchtwerdens“ so formuliert: „Wir von der Gilde wissen, dass wir uns mit unserer Programmierung auf einer nicht enden wollenden Gratwanderung befinden. Wir haben uns verschworen auf einen ewigen Ritt auf dem Zeitgeist oder, realistischer, auf einen unendlichen Galopp dagegen.....und: Die Herausforderung im Umgang mit der Filmkunst, im Wirken für die Filmkultur, liegt für uns im kommerziellen Umgang mit der Kunst...“
Zeit seines Lebens ist Hans Werner seinen Idealen treu geblieben, ohne den Blick, den Weitblick, für Realität und Kinozukunft zu verlieren.
Seine Ausbildung zum Kinokaufmann machte er in einer damals großen deutschen Kinogesellschaft, um bereits mit 23 Jahren zum Mitgesellschafter und Mitarbeiter im väterlichen Betrieb in Paderborn zu werden. Später, als alleiniger Geschäftsführer, erkannte er , wenn auch schmerzlich, die Zeichen der Zeit und konzentrierte mehrere Kinostandorte in der Stadt auf ein Haus, das er schließlich 1998 mit 8 Sälen in den Paderborner Himmel wachsen ließ – das Cineplex. Mit Ausstattung, Technik, Service und Programmierung stellte Hans Werner immer unter Beweis, dass modernes Kinomachen auch so aussehen kann: Die Paarung von gutem Unterhaltungsfilm mit anspruchsvollem und Zielgruppen orientiertem Programm.
Bestens kam ihm dabei sein enormes filmisches Wissen, sein filmisches Gedächtnis, zu Gute. Das konnte ich in über 30 Jahren gemeinsamer Arbeit in der Gilde und in Jurys auf vielen Festivals immer wieder bewundern. Seine Theaterleiterin nannte ihn schon mal liebevoll „ein wandelndes Filmlexikon“.
Sein Einsatz für den anspruchsvollen Film und sein damit verbundenes großes kulturelles Engagement in allen Bereichen Paderborns wurden jahrzehntelang von den Kulturbehörden des Landes und der Bundesrepublik mit jährlichen Auszeichnungen und Programmprämien bedacht. Diesem schloss sich auch die Gilde deutscher Filmkunsttheater mit großer Dankbarkeit für seinen ebenfalls jahrzehntelangen Einsatz im Vorstand des Verbandes dankbar mit einem Ehrenpreis an.
Deutschland hat mit Hans Werner Renneke einen der wenigen Kino – Grandseigneurs verloren. Ein großer Verlust für Cineplex Deutschland, wo er mit seinem Paderborner Cineplex den für ihn so wichtigen neuen Lebens- und Arbeitsraum gefunden hat und dies unter neuen, aber auch vielen Freunden aus alten Gildezeiten. Sicher ein großer Verlust auch für die Stadt Paderborn und unseren Verband AG Kino – Gilde deutscher Filmkunsttheater, vor allem aber auch für mich ganz persönlich, der ihn seinen Freund nennen durfte.
Adrian Kutter,
3.Februar 2012
Hans Werner Renneke
( 20.8.1950 – 28.1.2012 )
Nachruf
"1974, also vor 38 Jahren, lernten wir uns kennen – Hans Werner Renneke und ich. Später, als wir Freunde waren, durfte ich HW zu ihm sagen.
1974, also, kamen wir Beide als junge Himmelsstürmer zur Gilde deutscher Filmkunsttheater, dessen Vorstand wir einmal 30 Jahre angehören sollten.
Beide stammten wir aus alten Kinodynastien, ich in Biberach, er in Paderborn, wo schon sein Großvater seit 1928 Kino machte und sein Vater Hans einer der Mitbegründer der Gilde in den 50er Jahren war.
Schnell verband uns die gemeinsame Devise für unser Kinomachen, nämlich „Kino ist mehr als Film“. Mit viel Arbeit und Zähigkeit das Publikum für die Filme zu begeistern, die wir selbst so liebten. Das Publikum neben dem reinen Unterhaltungsfilm auch zum wichtigen, zum anspruchsvollen Film zu „erziehen“. Kämpfer für die Filmkunst nannten wir uns und wurden dafür auch nicht nur bewundert.
Den Zwiespalt zwischen notwendigem kommerziellen Kinobetrieb und gleichzeitig engagiertem Programm mit künstlerischem Anspruch hat Hans Werner einmal selbst in einem Artikel zum 40.Jubiläum der Gilde 1993 unter dem Titel „Die gar nicht so unerträgliche Wirklichkeit des Gebrauchtwerdens“ so formuliert: „Wir von der Gilde wissen, dass wir uns mit unserer Programmierung auf einer nicht enden wollenden Gratwanderung befinden. Wir haben uns verschworen auf einen ewigen Ritt auf dem Zeitgeist oder, realistischer, auf einen unendlichen Galopp dagegen.....und: Die Herausforderung im Umgang mit der Filmkunst, im Wirken für die Filmkultur, liegt für uns im kommerziellen Umgang mit der Kunst...“
Zeit seines Lebens ist Hans Werner seinen Idealen treu geblieben, ohne den Blick, den Weitblick, für Realität und Kinozukunft zu verlieren.
Seine Ausbildung zum Kinokaufmann machte er in einer damals großen deutschen Kinogesellschaft, um bereits mit 23 Jahren zum Mitgesellschafter und Mitarbeiter im väterlichen Betrieb in Paderborn zu werden. Später, als alleiniger Geschäftsführer, erkannte er , wenn auch schmerzlich, die Zeichen der Zeit und konzentrierte mehrere Kinostandorte in der Stadt auf ein Haus, das er schließlich 1998 mit 8 Sälen in den Paderborner Himmel wachsen ließ – das Cineplex. Mit Ausstattung, Technik, Service und Programmierung stellte Hans Werner immer unter Beweis, dass modernes Kinomachen auch so aussehen kann: Die Paarung von gutem Unterhaltungsfilm mit anspruchsvollem und Zielgruppen orientiertem Programm.
Bestens kam ihm dabei sein enormes filmisches Wissen, sein filmisches Gedächtnis, zu Gute. Das konnte ich in über 30 Jahren gemeinsamer Arbeit in der Gilde und in Jurys auf vielen Festivals immer wieder bewundern. Seine Theaterleiterin nannte ihn schon mal liebevoll „ein wandelndes Filmlexikon“.
Sein Einsatz für den anspruchsvollen Film und sein damit verbundenes großes kulturelles Engagement in allen Bereichen Paderborns wurden jahrzehntelang von den Kulturbehörden des Landes und der Bundesrepublik mit jährlichen Auszeichnungen und Programmprämien bedacht. Diesem schloss sich auch die Gilde deutscher Filmkunsttheater mit großer Dankbarkeit für seinen ebenfalls jahrzehntelangen Einsatz im Vorstand des Verbandes dankbar mit einem Ehrenpreis an.
Deutschland hat mit Hans Werner Renneke einen der wenigen Kino – Grandseigneurs verloren. Ein großer Verlust für Cineplex Deutschland, wo er mit seinem Paderborner Cineplex den für ihn so wichtigen neuen Lebens- und Arbeitsraum gefunden hat und dies unter neuen, aber auch vielen Freunden aus alten Gildezeiten. Sicher ein großer Verlust auch für die Stadt Paderborn und unseren Verband AG Kino – Gilde deutscher Filmkunsttheater, vor allem aber auch für mich ganz persönlich, der ihn seinen Freund nennen durfte.
Adrian Kutter,
3.Februar 2012














