Meine Schwester Maria
( Meine Schwester Maria )
Deutschland, 2002, 94 min.
( Meine Schwester Maria )
FSK: Freigegeben ab 6 Jahren
Genre: Dokumentation
Mit:
Maximilian Schell
Maria Schell
Natasha Schell
Nach seinem gefeierten Film über Marlene Dietrich porträtiert Maximilian Schell jetzt eine andere Filmlegende: seine Schwester Maria, die zu den größten Stars der Goldenen Kino-Ära zählte und heute in ihrer eigenen Welt lebt.
Filmbeschreibung
Wie Marlene, Maximilian Schells legendäres Filmporträt über die Dietrich, ist auch Meine Schwester Maria eine Collage aus Interviews und Szenen aus berühmten Filmen. Und was hat diese heute 76jährige Maria Schell in ihrer Glanzzeit nicht alles gedreht. Und mit wem. Mit dem jungen Oskar Werner, oder mit dem Hollywood-Titan Gary Cooper. Der war in ihrer Hollywood-Zeit auch ihr liebster Filmpartner, weil er so eine Ruhe ausstrahlte. Das und vieles mehr erzählt Maria ihrem Bruder Maximilian, der um vier Jahre jünger ist als sie und diese sehr private Dokumentation über seine Schwester drehte. Beide wurden in Wien geboren. Ihr Vater war der Schweizer Schriftsteller Hermann Ferdinand Schell, ihre Mutter die österreichische Schauspielerin Margarethe Noé von Nordberg. 1938 musste die Familie Wien verlassen und fand Zuflucht in der Schweiz. 1942 stand Maria Schell das erste Mal vor der Kamera. Bald wurde sie zum Traumstar ihrer Zeit. Im Gegensatz zur Dietrich, die sich von Schell nur interviewen, aber nicht filmen ließ, lässt sich die große alte Dame Maria von ihrem Bruder auch ins Bild rücken. Es sind liebevolle, manchmal sogar poetische Bilder. Der Regisseur schreckt aber auch nicht davor zurück, die ungeschminkte Tragik des Alterns zu zeigen, und die Tatsache, dass Maria Schell geistig bereits in einer anderen Welt lebt. Sie spricht auch ganz offen über die Liebe, ihre Männer, ihren Selbstmordversuch und in Spielszenen hat der Bruder nachgestellt, wie er durch den Verkauf seiner Bilder seine Schwester, die jeden Bezug zum Geld verlor, vor dem finanziellen Ruin rettete.