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Stellungnahme des WWF
Am Mittwoch, 22. Juni 2011, wurde in der ARD von 23.30 bis 00.15 Uhr die kritische Dokumentation „Der Pakt mit dem Panda – was uns der WWF verschweigt“ ausgestrahlt. Aus Sicht des WWF werden darin unhaltbare Vorwürfe erhoben.

Der World Wide Fund For Nature (WWF) hat die Fakten eingehend geprüft: Diese Fakten stützt auch der Historiker Alexis Schwarzenbach, der die aktuelle Biografie über den WWF veröffentlicht hat und in einer Mail folgende Aussage schreibt: „Mit Erstaunen musste ich feststellen, dass der Autor des Films zwar Ergebnisse meiner Recherchen verwendet hat, in anderen Teilen seines Films aber bewusst veraltete, für den WWF nachteilige, aber durch meine Recherchen widerlegte Versionen der WWF-Geschichte erzählt hat.“

 

Dokumentarfilmer Wilfried Huismann erhebt nach Meinung des WWFs in seiner Reportage drei Kernvorwürfe:

 

  • Der WWF unterstützt den Anbau genetisch veränderter Pflanzen.
  • Der WWF ist käuflich.
  • Der WWF toleriert die Zerstörung von Regenwald für Agrarflächen.

 

Zu Vorwurf 1: Der WWF lehnt Gentechnik grundsätzlich ab. Diese Position des WWF International gilt für alle WWF-Länderorganisationen. Der WWF kooperiert mit keinem Gentechnik-Konzern, auch nicht mit Monsanto. Der WWF Deutschland empfiehlt grundsätzlich nur gentechnikfreies Soja. Das gilt auch für Soja mit einem RTRS-Zertifikat.

 

Zu Vorwurf 2: Der WWF ist nicht käuflich. Der WWF verhandelt mit Unternehmen, um möglichst viel für die Natur zu erreichen. Dabei gibt es klare Grenzen: Der WWF schließt keine Kooperation, wenn ein Unternehmen nicht bereit ist, die WWF-Standards im Umweltschutz und im Bereich der Nachhaltigkeit zu akzeptieren. Der WWF kritisieren - wenn nötig - Kooperationspartner auch öffentlich. Der Panda trägt keinen Maulkorb.

 

Zu Vorwurf 3: Der WWF setzt sich weltweit für den Erhalt der Regenwälder ein. Es ist hochgradig zynisch zu behaupten, der WWF würde durch sein Engagement zur Rodung und Zerstörung von wichtigen Ökosystemen wie etwa den tropischen Regenwäldern beitragen. Für den Fall, dass in einer Region Plantagen geplant werden und sich diese nicht mehr verhindern lassen, verlangt der WWF, dass unbedingt schützenswerte Primär- und Sekundärwälder mit besonders hoher Biodiversität ausgespart bleiben und die Plantagen auf Brachland angelegt werden.

 

Weitere rechtliche Schritte prüft der WWF derzeit mit seinem Rechtsbeistand.

 

Wie geht der WWF weiter vor: Auf der Internetseite wwf.de gibt es Informationen, um eine Referenzseite für alle Anfragen und kritischen Äußerungen anzubieten.

Anbei der Link:
WWF Faktencheck