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So, 25. Nov 2018

Filmgespräch: Ich bin kein Opfer mehr

  • 73´
  • Dokumentarfilm
Ein Film mit Überlebenden sexualisierter Gewalt

Filmgespräch mit ProFamilia zum Aktionstag „nein zu gewalt an frauen“ am 25.11. um 19 Uhr
 
In diesem Film erzählen drei Frauen, wie sie trotz langjähriger sexualisierter Gewalterfahrungen ihren Weg ins Leben gefunden haben. Alle drei wurden in ihrer Kindheit und Jugend von Tätern aus dem engsten Familienkreis über viele Jahre hinweg massiv missbraucht.
 
Trotz ihrer Erfahrungen lebt Sabine seit Jahrzehnten in einer stabilen Ehe. In den letzten Jahren litt sie immer wieder unter schweren Depressionen, die sie vorübergehend arbeitsunfähig machten. Erst seit kurzem weiß sie, dass diese und auch andere Symptome Hinweise auf eine Posttraumatische Belastungsstörung sind und die Ursachen in ihrer Kindheit liegen. Insbesondere den konstant hohen Alkoholkonsum, starke Verlustängste und Störungen im Sexualleben versteht sie nun als langjährige Folgen der massiven sexualisierten Gewalt. Inzwischen ist sie in Therapie und findet Schritt für Schritt in ihr Leben zurück.
 
Marion hat ihre ersten Lebensjahre in Kinderheimen verbracht. Erst als ihre junge Mutter einen Lebenspartner findet, endet diese Tortur. Doch der neue Partner beginnt sofort mit sexuellen Grenzverletzungen, in der Jugendzeit kommen Vergewaltigungen und Prügel dazu. Die Mutter schaut tatenlos zu. Dissoziationen, hoher Alkoholkonsum und Selbstverletzungen helfen Marion, die umfassende Gewalt zu überleben. Doch auch nach dem Ende des Missbrauchs bleiben die Symptome bestehen. Jahrzehntelang ist Marions Leben geprägt von Alkoholmissbrauch, Selbstverletzung, Dissoziationen und Essstörungen. Inzwischen geht es ihr deutlich besser. Dazu beigetragen hat auch, dass sie nach langen juristischen Auseinandersetzungen finanzielle Leistungen aus dem Opferentschädigungsgesetz bekommt.
 
Lydia ist über viele Jahre das Opfer ihres Großvaters gewesen. Schon früh versucht sie, sich nach dem Ende der sexualisierten Gewalt helfen zu lassen. Ihr ist es möglich, trotz ihrer Erfahrungen eine lange glückliche Ehe zu führen. Doch auch Lydias Weg zur Bearbeitung des Traumas dauerte Jahrzehnte. Inzwischen hat sie sich aus der Opferrolle befreit und erzählt in beeindruckenden Bildern, wie sie die Kontrolle über ihre Gedanken und Gefühle wiedererlangt hat.
 
 

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