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Münster

Do, 02. Dez 2021

Klassiker-Cafe: MEINE SCHÖNE INNERE SONNE

  • 202. Woche
  • 95´
  • FSK 12
  • Drama, Komödie
Klassiker-Café Juliette Binoche (3): Claire Denis erzählt die Geschichte einer Lebens- und Sinnsuche mit feinsinnigem Humor, der bisweilen ans Surreale grenzt

Do 2. 12. mit Kaffee und Kuchen ab 14:45 Uhr (Filmbeginn um 15:30 Uhr) im Schloßtheater
 

Meine schöne innere Sonne – Isabelle und ihre Liebhaber

 
 
Männer gibt es genug im Leben der Malerin Isabelle (Juliette Binoche), aber umgeben von vielen Menschen ist sie trotzdem allein. Isabelle lebt mit Anfang 50 das Leben eines Singles in der Großstadt Paris. Sie ist eine geschiedene Frau mit Vergangenheit und zehnjähriger Tochter – stark und unabhängig, als Künstlerin anerkannt, aber dafür wenig erfolgreich, wenn es um die Liebe geht. Ihre Suche nach der wahren Liebe scheitert immer wieder an der Diskrepanz zwischen ihrem Anspruch und den Kompromissen, die sie eingehen müsste. Zu groß scheint die Kluft zwischen dem, was Frauen wollen und was Männer bereit oder in der Lage sind zu geben. In ihrer Ratlosigkeit erhofft sich Isabelle am Ende ausgerechnet von einem Wahrsager mit seinem Pendel (Gast-Auftritt von Gérard Depardieu!) die Antwort auf die Frage, die sie mehr als alles andere beschäftigt: Gibt es diese große, einzige Liebe fürs ganze Leben überhaupt, oder ist sie nur eine Utopie, der man vergeblich hinterherjagt? Und wenn es sie denn gibt, ist es für Isabelle persönlich nicht schon zu spät, sie erleben zu können? Regisseurin Claire Denis erzählt diese Geschichte einer Lebens- und Sinnsuche mit feinsinnigem, äußerst präzisem Humor, der bisweilen ans Surreale grenzt.
 
UN BEAU SOLEIL INTÉRIEUR · F / Belg. 2017 · Regie: Claire Denis · Drehbuch: Claire Denis & Christine Angot, nach dem Buch von Roland Barthes · Kamera: Agnès Godard · Musik: Stuart A. Staples • Mit Juliette Binoche, Xavier Beauvois, Nicolas Duvauchelle, Gérard Depardieu u.a. · 95 Minuten
 
  
 

 

Klassiker-Café:

 
Genießen Sie einen gemütlichen Nachmittag im neuen Klassiker-Café im Schloßtheater – jetzt immer am 1. Donnerstag im Monat!
Wir servieren Ihnen ab 14:45 Uhr im Foyer ein Stück Kuchen aus unserem wechselnden Angebot und dazu eine Tasse frisch gebrühten Kaffee.
 
Nach dem geselligen Kaffeetrinken beginnt um 15:30 Uhr die Vorführung des Filmklassikers.
Der Gesamtpreis für Kaffee & Kuchen und Film beträgt 8,40 Euro
(begrenztes Kartenkontingent, Karten gibt es im Vorverkauf jeweils für die nächste Veranstaltung nur an der Schloßtheater-Kinokasse)
Eintrittskarten nur für den Film gibt es für 5,50 Euro, Vorverkauf an der Kinokasse und online.
 

 
Oktober bis Dezember 2021 im Klassiker-Café:
 

Juliette Binoche

 
Juliette Binoche wird 1964 in Paris als Tochter einer Schauspielerin und eines Bildhauers geboren. Bereits als Jugendliche spielt sie auf Amateurbühnen und tourt mit einer Theatertruppe durch Frankreich, Belgien und die Schweiz. Mitte der achtziger Jahre beginnt sich Binoche in Frankreich als Schauspielerin mit kleineren Rollen zu etablieren. Sie spielt in Jean-Luc Godards Maria und Joseph (1983) und André Téchinés Erotikdrama Rendez-vous (1985), der beim Internationalen Filmfestival in Cannes Premiere hat und mit dem Preis für die „Beste Regie” ausgezeichnet wird. Binoche erhält 1986 für ihre Darstellung im Film ihre erste César-Nominierung als „Beste Hauptdarstellerin” und den Romy-Schneider-Preis. Im gleichen Jahr folgt eine weitere César-Nominierung für ihre Rolle an der Seite von Michel Piccoli in Leos Caraxs Die Nacht ist jung. Ebenfalls 1986 übernimmt Binoche ihre erste englischsprachige Hauptrolle an der Seite von Daniel Day-Lewis in Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins. Obwohl der Film ein weltweiter Erfolg ist, entscheidet sich Binoche zunächst, keine weiteren internationalen Rollen zu übernehmen und spielt in kleineren französischen Produktionen und am Théâtre de l‘Odéon in Paris. 1991 spielt sie wieder unter der Regie von Leos Carax in Die Liebenden von Pont-Neuf, gewinnt den European Film Award und erhält ihre dritte von bisher neun César-Nominierungen. Zu Beginn der 1990er Jahre wendet sich Binoche wieder ihrer internationalen Karriere zu, so ist sie die erste Schauspielerin, die den Preis als „Beste Schauspielerin” der drei wichtigsten europäischen Filmfestivals erhält –1993 in Venedig für ihre Rolle in Drei Farben - Blau, 1997 bei der Berlinale für Der englische Patient und 2010 in Cannes für Die Liebesfälscher. Für ihre überzeugende Darstellung in Der englische Patient erhält Binoche einen Oscar als beste Nebendarstellerin. Vier Jahre später wird sie für ihre Rolle in Chocolat für den Hauptdarstellerinnen-Oscar nominiert.

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