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Passau

Do, 23. Jan 2020

Event: Französische Filmwoche


Im Rahmen der deutsch-französischen Wochen freut sich das Sprachenzentrum der Universität Passau in diesem Jahr in Zusammenarbeit mit dem "FilmTheater Metropolis" eine französischsprachige Filmreihe anbieten zu können. Insgesamt werden 7 Filme gezeigt, die einzeln und zusammen die Vielfalt der französischen Kultur wiederspiegeln - lassen Sie sich überraschen, verwirren, amüsieren, und mitreißen! Feiern Sie mit uns die wertvolle Unvorhersehbarkeit der aktuellen französischen Filmwelt!

OT: Victoria
 
Victoria ist Anwältin in Paris, Ende 30, alleinerziehend, hat ein lockeres Sex-Leben und ist charmant-egozentrisch. Bei einer Hochzeit trifft sie ihren guten Freund Vincent sowie Sam, einen Klein-Dealer, den sie vor einiger Zeit verteidigt hat. Tags darauf steht Vincent unter Anklage wegen versuchten Mordes an seiner Freundin. Einziger Zeuge ist der Dalmatiner des Opfers. Widerwillig übernimmt Vitoria seine Verteidigung. Als sie dann auch noch Sam als Au Pair Boy einstellt, nimmt das Chaos in Victorias Leben seinen Lauf.
 
 

Happy End

OT: Happy End
 
Georges Laurent, der Patriarch der Fabrikantenfamilie aus Calais, ist müde: Seine Tochter Anne führt die Geschäfte an seiner statt, die Familie zerfällt immer mehr und nun sitzt er auch noch im Rollstuhl. Bislang sind aber alle Versuche, seinem Leben ein Ende zu setzen, gescheitert und nun hat auch noch die ebenso zerbrechlich wie intrigant wirkende Enkelin Eve eine Überdosis Pillen geschluckt, woran sie aber nicht gestorben ist. Auf Bitten der Familie redet der Großvater mit dem jungen Mädchen. Im Hinterkopf hat Georges allerdings bereits einen perfiden Plan, wie er Eve für seinen eigenen Tod einspannen kann...
 
 

OT: Portrait de la jeune fille en feu
 
Ein ungewöhnlicher Auftrag führt die Pariser Malerin Marianne im Jahr 1770 auf eine einsame Insel an der Küste der Bretagne: Sie soll heimlich ein Gemälde von Héloïse anfertigen, die gerade eine Klosterschule für junge adelige Frauen verlassen hat und bald verheiratet werden soll. Denn Héloïse weigert sich, Modell zu sitzen, um gegen die von ihrer Mutter arrangierte Ehe zu protestieren. So beobachtet Marianne Héloïse während ihrer Spaziergänge an die Küste und malt abends aus dem Gedächtnis heraus ihr Porträt. Langsam wächst zwischen den eindringlichen Blicken eine unwiderstehliche Anziehungskraft...
 
 

Erika Kohut ist Anfang 40 und Pianolehrerin. Während sie in ihrer Arbeit aufgeht, leidet sie unter ihrem Privatleben. Liebe kennt sie überhaupt nicht und von ihrer Mutter wird sie erdrückt. Erika scheint immer mehr zu zerfallen. Auch die Liebe eines jungen Schülers kann dieses Fortschreiten nicht aufhalten. Der Fluss der Selbstzerstörung fließt unaufhaltsam.
 
 

OT: Un beau soleil interieur
 
Umgeben von Menschen und trotzdem allein. Isabelle (Juliette Binoche) lebt das Leben eines Singles in der Großstadt Paris. Sie ist eine Frau mit Vergangenheit - stark und unabhängig, als Künstlerin anerkannt, aber dafür wenig erfolgreich, wenn es um die Liebe geht. Ihre Suche nach der wahren Liebe scheitert immer wieder an der Diskrepanz zwischen ihrem Anspruch und den Kompromissen, die sie eingehen müsste. Zu groß scheint die Kluft zwischen dem, was Frauen wollen und Männer bereit sind zu geben. In ihrer Ratlosigkeit erhofft sich Isabelle ausgerechnet von einem Wahrsager (Gérard Depardieu) die Antwort auf die Frage, die sie mehr als alles andere beschäftigt - gibt es die Liebe fürs Leben oder ist sie nur eine Utopie?
 
 

OT: Le Livre d‘image
 
Erinnerst du dich noch daran, wie wir vor langer Zeit unsere Gedanken trainiert haben? Meistens gingen wir von einem Traum aus.... Wir fragten uns, wie in völliger Dunkelheit Farben von solcher Intensität in uns entstehen konnten. Mit leiser, leiser Stimme, die große Dinge sagt, überraschend, tief und präzise. Bild und Worte. Wie ein schlechter Traum, geschrieben in einer stürmischen Nacht. Unter westlichen Augen. Die verlorenen Paradiese. Der Krieg ist da. Jean-Luc Godard setzt mit seinem neuesten Film sein sich alle Freiheiten nehmendes Spätwerk fort. Ein rauschhafter Gedankenfluss, eine assoziative Collage in fünf Kapiteln. Die Sehnsucht nach Freiheit. Die Abgründe der Menschheit. Die Schönheit des Kinos. Zeit und Geschichte, gedehnt und verdichtet.
 
 

OT: Synonymes
 
Yoav hat keinen guten Start in Paris. Die Wohnung, an deren Tür er klopft, ist leer. Als er dort ein Bad nimmt, werden seine Sachen gestohlen. Dabei ist der junge Israeli mit höchsten Erwartungen hierher gekommen. Er will so schnell wie möglich seine Nationalität loswerden. Israeli zu sein, ist für ihn eine Belastung, seine Landsleute nerven ihn ebenso wie die Besuche auf der israelischen Botschaft. Franzose zu werden hingegen bedeutet für ihn die Erlösung. Um seine Herkunft auszulöschen, versucht Yoav die Sprache zu ersetzen. Kein hebräisches Wort soll mehr über seine Lippen kommen, stattdessen setzt er alles daran, sein Französisch zu vervollkommnen. Das Wörterbuch wird zum ständigen Begleiter auf seinen ziellosen Streifzügen durch Paris. Halt findet er scheinbar bei Charlotte und Emile, einem jungen französischen Paar, mit dem er sich anfreundet. Doch ihr Interesse an seiner Person scheint nicht ganz selbstlos zu sein... Basierend auf eigenen Erfahrungen, erzählt Nadav Lapid hintergründig und mit trockenem Humor von der Schwierigkeit, neue Wurzeln zu bilden. Der Versuch, zu sich selbst zu finden, weckt die bösen Geister der Vergangenheit und existenzielle Abgründe tun sich auf. Eine tragikomische Hommage an die Nouvelle Vague, ein rauschhafter Trip durch das Paris von heute, eine unsentimentale Geschichte über den Versuch, in einem neuen Leben anzukommen.
 

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