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Münster

Do, 12. Nov 2020

Event: Cinema! Italia! Festivaltournee 2020


Zum bereits 23. Mal tourt das Festival Cinema! Italia! mit neuen italie­ni­schen Filmen durch ausgesuchte deutsche Kinos - in Münster macht es vom 12. bis 18. 11. 2020 im Schloßtheater Station.
Das Festival präsentiert herausragende aktuelle italienische Filme in der Originalfassung mit deutschen Untertiteln.

Zum bereits 23. Mal tourt das Festival Cinema! Italia! mit neuen italie­ni­schen Filmen durch ausgesuchte deutsche Kinos – in Münster macht es vom 12. bis 18. 11. 209 im Schloßtheater Station.
 
Das Festival präsentiert herausragende aktuelle italienische Filme in der Originalfassung mit deutschen Untertiteln.
Wir laden Sie ein zu einer unterhaltsamen Kinoreise quer durch Italien, bei der es viel zu entdecken gibt.
Wer mehrere Filme des Festivals besucht und sich die Karte auf dem Cinema!-Italia!-Stempelpass abstempeln lässt, zahlt ab dem 3. Film nur 5,50 Euro pro Karte!

>> Alle Infos unter www.cinema-italia.net

 
DIE FILME: 
 
Bangla
Regie: Phaim Bhuiyan • Darsteller: Phaim Bhuiyan (Phaim), Carlotta Antonelli (Asia), Alessia Giuliani, Rishad Noorani, Pietro Sermonti · Italien 2019, 87 Minuten, OmU
Phaim, ein 22-jähriger Muslim mit bengalischen Wurzeln, lebt mit seiner Familie in dem multiethnischen Stadtteil Torpignattara in Rom. Sein Geld verdient er als Aufseher in einem Museum, nebenbei ist er Kopf einer Rockband. Während eines Konzerts lernt er Asia kennen, eine junge Frau aus einer Künstlerfamilie, die komplett anders tickt: purer Instinkt, keine Regeln. Die beiden verlieben sich – und Phaim stürzt in ein Dilemma: Eigentlich müsste er eine bengalische Frau heiraten. Und wie soll er seine Beziehung mit dem unumstößlichen Gesetz des Islam unter einen Hut bringen: keinen Sex vor der Ehe?
Ein Clash der Kulturen als charmante, autobiografische Komödie. Der junge bengalisch-stämmige Regisseur spielt sich und seine Geschichte selbst, mit Witz, Selbstironie und einem gehörigen Schuss Romantik.
 
Il colpo del cane (Der ganz große Coup)
Buch und Regie: Fulvio Risuleo • Darsteller: Edoardo Pesce (Dottore Mopsi), Silvia D’Amico (Rana), Daphne Scoccia (Marti), Anna Bonaiuto (wohlhabende Dame) · Italien 2019, 93 Minuten, OmU
Warum nicht mal Dogsitter spielen? Die beiden Freundinnen Rana und Marti sind pleite und lassen sich gerne von einer reichen alten Dame engagieren, um am Wochenende auf deren Lieblingshund Ugo aufzupassen. Beim ersten Spaziergang mit Ugo im Park taucht ein junger Mann auf, der sich als Tierarzt vorstellt und zufällig ein Weibchen der gleichen Rasse besitzt. Er überredet die Mädchen zu einem kleinen Zusatzgeschäft. Keine gute Idee. Denn plötzlich wird Ugo gekidnappt und eine abenteuerliche Verfolgungsjagd beginnt. Werden Rana und Marti das kostbare Tier wiederfinden? Und wer steckt eigentlich hinter dem seltsamen Tierarzt Dr. Mopsi?
Eine rasante und herrlich verrückte Komödie mit Kultpotential, die jede Menge Überraschungen bereit hält. Überzeugend eingefangen auch die ganz eigene Welt der römischen Vorstädte, die selten zu Kino-Ehren kommt.
 
La Dea Fortuna (Die Göttin Fortuna)
Regie: Ferzan Özpetek • Darsteller: Stefano Accorsi (Arturo), Edoardo Leo (Alessandro), Jasmine Trinca (Annamaria), Serra Yilmaz, Filippo Nigro · Italien 2019, 118 Minuten, OmU
Alessandro und Arturo sind ein festes Paar. In dem weltoffenen römischen Stadtteil Ostiense ist eine schwule Beziehung etwas ganz Normales. Und doch kriselt es: Der attraktive Alessandro verdient die Brötchen als Klempner und ist Seitensprüngen nicht abgeneigt; Arturo arbeitet als Übersetzer, wäre lieber Schriftsteller und neigt zur Frustration. In die festgefahrene Alltagsroutine kommt Bewegung, als plötzlich Annamaria auftaucht, Alessandros Ex aus einem früheren Lebensabschnitt, und alleinerziehend. Wegen eines Krankenhausaufenthalts bringt sie ihre beiden Kinder bei Alessandro und Arturo unter. Das stellt alle Beteiligten vor völlig neue Herausforderungen…
Wie kann eine Regenbogenfamilie funktionieren, die nicht dem klassischen Mutter-Vater-Kind-Klischee entspricht? Ferzan Özpeteks charmante und warmherzige Komödie mit queerem Touch macht Mut. Und im Hintergrund mischt die Göttin Fortuna mit.
 
Palazzo di giustizia (Justizpalast)
Buch und Regie: Chiara Bellosi • Darsteller: Bianca Leonardi (Luce), Sarah Short (Domenica), Daphne Scoccia (Angelina), Nicola Rignanese (Viale) · Italien 2019, 84 Minuten, OmU
Die alltägliche Justiz in einem großen italienischen Gericht. Im Herzen des Gebäudes eine Gerichtsverhandlung. Vor der geschlossenen Saaltür warten zwei Mädchen: Luce, noch klein, verspielt und eigensinnig. Domenica, fast erwachsen, unsicher und abweisend. Während ihre Väter sich drinnen in einem komplizierten Prozess um Mord oder Totschlag gegenüberstehen, wissen die Töchter draußen nicht, was tun. Nebenschauplätze wie Flure, Treppenhäuser und Pfützen im Hof werden zu Orten mit Möglichkeiten. Anwälte und Justizbeamte, Handwerker und Besucher kommen und gehen. Ein verirrter Spatz sorgt für Aufregung. Eine Vielzahl von Geschichten entfaltet sich.
Ganz auf diesen einen Ort konzentriert, rückt die Regisseurin vermeintliche Randfiguren ins Zentrum, eröffnet ungewöhnliche Perspektiven auf Justizbetrieb und Gerechtigkeit. Chiara Bellosis Debutfilm, auf der diesjährigen Berlinale uraufgeführt, ist eine spannende neue Stimme im italienischen Kino.
 
La scomparsa di mia madre (Das Verschwinden meiner Mutter)
Kamera, Buch und Regie: Beniamino Barrese • Mit Benedetta Barzini, Beniamino Barrese, Lauren Hutton, Michela Rossi · Italien 2019, 94 Minuten, OmU
Was für eine Karriere: Jet-Set-Supermodel, engagierte Feministin, Journalistin und Dozentin – Benedetta Barzini hat in ihrem Leben schon einige Widersprüche verbunden. In den 60er Jahren posierte sie für die „Vogue“ und andere Modemagazine, war Muse von Andy Warhol und Salvador Dalì. Später wurde sie zur eloquenten feministischen Kritikerin der
Modebranche. Mit 75 Jahren hat Benedetta mit ihrem früheren Leben und ihrer Umwelt abgeschlossen und will verschwinden. Dass ihr Sohn Beniamino nun einen Film über sie drehen will, löst zwischen den beiden eine unerwartete Zusammenarbeit und zugleich Konfrontationen vor der Kamera aus.
Das faszinierende Porträt einer außergewöhnlichen Frau und zugleich ein sehr persönlicher Film über eine komplexe Mutter-Sohn-Beziehung.
 
Il sindaco del Rione Sanità (Der Bürgermeister)
Regie: Mario Martone • Darsteller: Francesco Di Leva (Antonio Barracano), Massimiliano Gallo (Arturo Santaniello), Roberto De Francesco (Fabio Della Ragione) · Italien 2019, 115 Minuten, OmU
Antonio Barracano ist die einflussreichste Person in Neapels Stadtviertel Rione Sanità und lässt sich gerne „sindaco“, also Bürgermeister nennen, auch wenn er nie gewählt wurde. Mit seiner Familie lebt er in einer prächtigen Villa. Wer ein Problem hat, meldet sich bei Barracano, und der lässt auf seine eigene Weise Gerechtigkeit walten, ob es um Schießereien im Viertel geht oder um die Machenschaften eines Kredithais. Seine engen Verbindungen zur Camorra sind dabei sehr nützlich. Doch eines Tages steht ein junger Mann vor ihm, der seinen Vater umbringen will. Bei diesem Fall gerät Don Antonio an seine Grenzen…
Eine mitreißende Verfilmung des berühmten Theaterstücks von Eduardo de Flippo aus den 60er Jahren, das Regisseur Mario Martone geschickt für die Gegenwart adaptiert hat. Spannung und Humor halten sich die Waage, und der charismatische Francesco di Leva ist die Idealbesetzung für die Titelrolle.
 
 

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