Bidonville: Architectures de la ville future

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Rund eine Milliarde Menschen bauen ihren Unterschlupf aus dem, was sie gerade finden können. Das muss und kann nicht immer schön sein: Es reicht, wenn überhaupt baufähiges Material vorhanden ist. Nichts wird extra produziert oder von weither transportiert. Überall auf der Welt bauen arme Menschen eine Architektur für den Alltag. Die Politik will sie nicht, scheitert aber immer wieder aufs Neue, wenn es darum geht, dieses architektonische Phänomen zum Verschwinden zu bringen. BIDONVILLE: ARCHITECTURES DE LA VILLE FUTURE schwimmt gegen den Strom des Pessimismus, der dieses medienwirksame, aber oft stereotypisierte Thema gewöhnlich umgibt. Der Film ist eine menschliche und ästhetische Reise quer durch die Kontinente: nach Sao Paolo, Istanbul, Mumbai, Rabat, New Jersey, Marseille und Kitcisakik in Québec, wo das indigene gleichnamige Volk lebt, das zu den First Nations gehört. Ob auf ehemaligem Ackerland oder am Stadtrand; in einer Zeltstadt oder einem Wohnwagenviertel: Überall wird einfach gebaut, und zwar rasant schnell. Der Film befasst sich mit der Resilienz des Einzelnen und der Fähigkeit von Gemeinschaften, sich an eine feindliche Welt anzupassen. Trotz extremer Armut sorgen die Bewohner*innen von Slums für die Weitergabe und den Fortbestand ihrer Kultur, des Wesens ihrer Gesellschaft und ihrer Identität - entgegen dem Bild von unmenschlichem Chaos, mit dem ihr Lebensraum oft belegt wird.

Cast & Crew
OT: Bidonville: Architectures de la ville future
Regie: Jean Nicolas Orhon
Mit: Robert Neuwirth, Nicolas Reeves, Jeremy Seabrook
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