Der Mann, der zweimal lebte
John Frankenheimers Science-Fiction-Horror adaptiert David Elys Roman Das vertauschte Leben und erzählt die Geschichte des Bankers Arthur Hamilton. Von Ruck Hudson gespielt unterzieht sich der Protagonist bei einer ominösen Organisation einer Operation, die ihn verjüngt und mit einer neuen Identität ausstattet. Doch entpuppt sich die vielversprechende Veränderung als ein Albtraum. Das Motiv des positiv besetzten Neuanfangs wird radikal umgedeutet und mit Gefühlen der Beklemmung und Verstörung belegt. Die Kamera von James Wong Howe, 1967 für den Oscar nominiert, erzeugt eine bizarre Stimmung, die von der bedrohlichen Musik Jerry Goldsmiths untermalt wird. Auch nach achtzig Jahren ist der Film noch von unheimlicher Aktualität. Der doppeldeutige Titel fügt sich in das Programm der Spiegel und Parallelitäten ein und verspricht einen immersiven Kinoabend.