Down and out in Paris
Mit messerscharfem Blick entfaltet Regisseurin Valérie Donzelli (DAS LEBEN GEHÖRT UNS, NOTRE DAME – DIE LIEBE IST EINE BAUSTELLE) das faszinierende und selbstironische Porträt eines Mannes, der sein sicheres Leben verlässt und sich einer zunehmend absonderlichen, digitalisierten Arbeitskultur öffnet.
Paul ist erfolgreicher Fotograf und verkannter Autor. Trotz schwacher Verkaufszahlen will er sich vollends der Schriftstellerei widmen und fasst dabei einen Entschluss, der sein Leben verändern wird: um sich über Wasser halten zu können, bietet er sich auf einer Jobbörse für Gelegenheitsarbeiten an. Doch nur wer sich selbst zum Spottpreis hergibt, bekommt den Job. Fortan werden Pauls Tagesabläufe vom Vibrationsalarm der Smartphone-App bestimmt, die ihm zu allerlei Knochenjobs und kuriosen Begegnungen mit den Bewohnerinnen und Bewohnern der Stadt an der Seine verhilft. Als jedoch die körperliche Unversehrtheit des Autors zunehmend zu leiden beginnt und die Entscheidung immer mehr auf Unverständnis trifft, muss Paul sich die Frage stellen: wie hoch ist der Preis für die eigene persönliche Freiheit?