Hacer Mucho con Poco - Do More With Less
Weit weg von Hochglanz-Großstädten, überdimensionierten Skylines, geschmacklosem Dekor, wird hier für eine funktionale, naturschonende Architektur Platz gemacht, die mit dem lokalen Erbe verbunden ist. Eine pragmatische Frage müssen wir uns dringlich stellen: Wenn über die Hälfte der Menschen auf der Erde unter der Armutsgrenze lebt, sollte nicht sofort unser Umgang mit Architektur und Behausung geändert werden? Eine recht junge Bewegung der lateinamerikanischen Architektur hat sich die Frage gestellt, was ihr Aufgabenfeld von einfachen Konstruktionen lernen kann, die von Menschen geschaffen werden, die weit entfernt von kapitalistischen Mustern bauen. Der Dokumentarfilm HACER MUCHO CON POCO der chilenischen Journalistin und Filmemacherin Katerina Kliwadenko und des spanischen Architekten Mario Novas zeigt, wie junge Architekt*innen in Lateinamerika an einem Paradigmenwechsel arbeiten, indem sie ein neues Verständnis dafür entwickeln, wie ihr Berufsstand mit der Gesellschaft interagiert. Der Film untersucht, wie sich die Architektur und ihr Berufsstand zukunftsgerecht entwickeln könnten, wenn in alternativen Wirtschaftsmodellen gearbeitet würde. Der Film beleuchtet konkrete Bauprojekte, in welche Studierende, Nutzer*innen und Architekt*innen von dem ecuadorianischen Architekturbüro Al Borde einbezogen wurden und bei denen lokale Ressourcen und Naturmaterialien in den Vordergrund rücken. Die recht starre Kamera und die vielen Geräusche der umgegebenen Natur schenken uns einen klaren und nahen Einblick in diese wertvolle Architektur.