Heiden
„Heiden“ ist eine Verfilmung eines Theaterstücks der verstorbenen Anna Jablonská. Die Geschichte erkundet das Wesen des Glaubens, die Zerbrechlichkeit der traditionellen Familie und den Druck gesellschaftlicher Moralvorstellungen. Im Zentrum steht eine dysfunktionale Familie, deren Mitglieder zwar ein scheinbar gewöhnliches Leben führen, sich jedoch emotional entfremdet haben und unfähig sind, echte Nähe zueinander aufzubauen. Unter der stillen Oberfläche verbergen sich unausgesprochene Frustrationen, verdrängte Sehnsüchte und erstickte Träume. Diese erstarrte Welt gerät ins Wanken, als die gläubige Großmutter unangekündigt auftaucht und beschließt zu bleiben. In eindringlichem Schwarz-Weiß gedreht, thematisiert „Heiden“ auch den Einfluss der ukrainisch-orthodoxen Kirche unter dem Moskauer Patriarchat – eine Institution, die häufig durch politische Macht und staatliche Kontrolle geprägt ist.