Hirten
Inspiriert vom autobiografischen Roman „Wo kommst du her, Hirte?“ von Mathyas Lefebure dekonstruiert HIRTEN den Aussteigertraum und erfüllt ihn zugleich. Rau, poetisch und bildgewaltig erzählt Regisseurin Sophie Deraspe von der universalen Sehnsucht nach einem Leben im Einklang mit sich selbst und der Natur.
Werbetexter Mathyas reicht es. Nach einem stressbedingten Zusammenbruch lässt er Montréal und seine Karriere hinter sich, um sich ohne Plan in der Provence wiederzufinden. Was er dort sieht, lässt ihn nicht mehr los: ein Leben nah an der Natur, weit weg von Deadlines und Slogans. Er will Schäfer werden. Dass er davon keine Ahnung hat, stört ihn weniger als die Schafe. Die Realität der Hirtenwelt ist jedoch alles andere als romantisches Idyll: Wölfe, Stürme, die stumme Skepsis der einheimischen Bauern lassen Mathyas schnell an sich zweifeln. Als er Élise begegnet, einer Verwaltungsbeamtin, die kurzerhand ihren Job hinwirft, nimmt sein Abenteuer eine neue Richtung: Gemeinsam wagen sie das Unwahrscheinliche – einen ganzen Sommer mit einer Herde von 800 Schafen hoch in den Alpen, auf sich allein gestellt.