Im September kräht der Hahn
Ein chorischer Dokumentarfilm mit wertvollen Archivbildern aus den Jahren der Regierung von Salvador Allende (1970-1973) und Interviews mit Protagonist*innen der sogenannten Nueva Cancion Chilena - Musiker*innen, die Teil historischer Ensembles wie Quilapayon, Inti-Illimani und Los Jaivas sind -bieten einen Einblick in das Engagement der chilenischen Musik vor einem halben Jahrhundert sowie auf ihr traumatisches Ende durch den Militärputsch. Ein besonderes Element des Films ist der portable Plattenspieler, den das Team zu den Interviews mitbrachte. Er diente dazu, alte Vinyls gemeinsam anzuhören und so Erinnerungen wachzurufen. Diese Methode öffnete emotionale Türen und erzeugte eine sehr persönliche Atmosphäre. Zu sehen sind Musiker*innen von Roberto Máquez bis Isabel Parra, von Los Jaivas bis Inti-Illimani, von Roots-Gesang bis Psychedelia, einschließlich Andenmusik und Fusion mit klassischer Musik. Anhand dieser Stimmen versuchen die Filmemacher*innen die Beziehung zwischen der Welt der Kultur und der Welt der Politik erfahrbar zu machen.