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Münster

Jean-Luc Godard: Geschichte(n) des Kinos

  • Frankreich, 1998
  • 120′
  • Essayfilm / Dokumentarfilm
  • OT: Histoire(s) du cinéma
  • Regie: Jean-Luc Godard
Mo 9. 5. im Rahmen von „Poetry“ zum Internationalen Lyrikertreffen Münster im Schloßtheater: Der filmclub münster zeigt Jean-Luc Jean-Luc Godards freie assoziative Komposition zur Filmgeschichte mit einem lyrischen Filmplädoyer von Hans Thill

Als Jean-Luc Godard seine "Geschichte(n) des Kinos" nach zehn Jahren Arbeit fertig gestellt hatte, überschlugen sich die Kritiker vor Begeisterung: Die Le Monde Diplomatique bezeichnete Histoire(s) du cinéma als "unvergleichliches Meisterwerk", die Süddeutsche Zeitung sprach von seinem "schönstem, persönlichsten, überzeugendstem Werk".

Tatsächlich erfindet Godard hier die Gattung des Essays im Medium des Videos neu: Er nimmt Schlüsselbilder der Filmgeschichte aus ihrem Zusammenhang, konfrontiert sie mit Werken der bildenden Kunst, überblendet, spult vor und zurück und kommentiert - nicht nur mit Worten, sondern auch mit Musik. Godard benutzt den Schneidetisch als Zeitmaschine, in acht Kapiteln erzählt er die Geschichte des 20. Jahrhunderts und die des Kinos, eine Geschichte, die für ihn mit der Videotechnik an ihr Ende gekommen ist: "Das Kino ist eine Idee des 19. Jahrhunderts, die ein Jahrhundert gebraucht hat, um sich zu verwirklichen und zu verschwinden."

Quelle Filmwekstatt Münster

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