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Münster

Le Cabanon par le Corbusier

  • Finnland, 2010
  • 60′
  • Dokumentarfilm
  • OT: Le Cabanon par le Corbusier
  • Regie: Rax Rinnekangas
So 4. 12. im Cinema: Architektur & Film 2022 (3) – Doku über Le Corbusiers minimalistisches Häuschen als Rückzugsort in der Natur [franz.OmeU] – mit Einführung & anschl. Get Together mit Wein & Brezeln im neben*an

Ab 1937 verbringt der Schweizer Architekt Corbusier Zeit in der modernen Villa E.1027. Eileen Gray, die irische Architektin, hat das Bauwerk als Dank und als Liebesbeweis ihrem Kollegen, Freund und Liebhaber Jean Badovici geschenkt. Dieser lädt Corbusier ein, dort Zeit zu verbringen. Schnell äußert dieser seine Lust, "die Wände dreckig zu machen". Schließlich will auch er sein eigenes Haus in Roquebrune bauen und zwar genau hinter Grays Haus. 1952 wird sein 3,66 Meter mal 3,66 Meter kleines hölzernes Cabanon fertig, das ein Geschenk für seine Frau Yvonne Gallis ist. Dabei orientiert sich Corbusier am Modulor, ein von ihm entwickeltes Maßsystem, das die Architektur an den menschlichen Körper anpasst und nicht andersherum. Le Cabanon wurde als ein funktionales, minimalistisches Häuschen als Rückzugsort in der Natur für eine Person gedacht. Auch der Dokumentarfilm des finnischen Regisseurs und Autors Rax Rinnekangas ist sehr schlicht gehalten. Die Kamera zeigt still auf die unterschiedlichen Holzstrukturen, die von Sonnenstrahlen belichtet werden. Archivmaterial wird fließend mit seinen Aufnahmen gemischt, was den Bau über die Zeit lebendig hält. Die umgebende Natur ist präsent, ein Cello begleitet die visuelle Ebene.

Im Vorprogramm: FUTURE PAST PERFECT PT. 02 (cite radieuse)
DE 2012 · 07:43 min · R & Db: Carsten Nicolai

Die Videoarbeit des deutschen Künstlers und Musikers Carsten Nicolai erkundet bis ins kleinste Detail die architektonische Innen- und Außenstruktur einer typischen "Wohnmaschine" von Le Corbusier. Nicolais langsame senkrechte Kameraführung von den langen Fluren bis zur Dachterrasse betont die Geometrie der reduzierten Architektur. Die Musik von Alva Noto und Ryuichi Sakamoto begleitet die Bilder.

(Quelle: Architektenkammer NRW)

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