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Lügen haben lange Beine

  • USA, 1996
  • FSK 6
  • Regie: Michael Lehmann
  • Mit: Ben Chaplin, Fritz, der Kater, Hank, der Hund, Janeane Garofalo, Uma Thurman

Intelligente, äußerlich unscheinbare Frau verliebt sich am Telefon in einen Mann, traut sich aber nicht, ihm persönlich gegenüberzutreten: Sie hält sich für häßlich und meint, ihn dann sofort wieder zu verlieren. Darum schickt sie zum Rendezvous ihre Freundin, ein großes, blondes Model. Das sorgt nun für Verwirrungen. Stoff also für eine harmlose, romantische kleine Komödie. Leider hapert es an der Umsetzung.

Es geht damit los, daß alle Hauptrollen fehlbesetzt sind. Uma Thurman muß das schöne Model so schmerzhaft dumm spielen und ist dabei so unattraktiv fotografiert, magersüchtig, unausgeschlafen, mit spisseligen Haaren, daß ihr kein Mensch abnimmt, daß sich ein Mann aufgrund ihres Aussehens in sie verliebt. Janeane Garofalo dagegen (bekannt geworden als Winona Ryders Freundin in "Reality Bites - Voll das Leben") wird zwar von der Kamera kleiner und pummeliger gemacht, als sie eigentlich ist, kommt aber trotzdem von Anfang an als die hübschere der beiden 'rüber, allerdings nicht soo intelligent, wie es die Story erfordert, und warum sie mit ihrer Radiosendung über Katzen und Hunde so rasend erfolgreich sein soll, wird auch nicht plausibel. Der männliche Protagonist schließlich, gespielt von Ben Chaplin, stolpert so tumb durch den Film, daß man ihm den sensiblen, intellektuellen Künstlertypen, der sich am Ende für die wahre, von Äußerlichkeiten unabhängige Liebe entscheidet, nicht abnimmt. Einziger Lichtblick der Besetzungsliste: Die sehr nett dressierte Dogge, die sogar Rollschuh laufen kann.

Wegen der hektischen Bemühtheit der Inszenierung kommen weder Romantik noch Komik auf. Die zahlreichen Bonmots erwecken in der deutschen Synchronisation kaum ein müdes Lächeln. Vielleicht sind sie im Original witzig.

JA

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