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Opéra national de Paris 2016/17: Schwanensee

  • Frankreich, 2016
  • 155′
  • Ballett
  • OT: Opéra national de Paris 2016/17: Schwanensee

Aus den Quellen alter slawischer und nordischer Legenden schöpfend, hat Schwanensee seinen eigenen Mythos geschaffen. Die erste Komposition Tschaikowskys für das Ballett ist von einer tiefen Sehnsucht geprägt, in der sich die eigene Erfahrung des Komponisten widerspiegelt, für den die erträumte Liebe unerreichbar zu sein scheint. Das Werk bleibt allerdings unverstanden, bis ihm Marius Petipa 1895 seine eigene choreografische Lesart verleiht. Zusammen mit Lev Ivanov schafft er für die Tänzerinnen des Ballettkorps majestätische Figuren, die die Schwanentänzerin zum Leben erwecken. In der Freud'schen Version, die Rudolf Nurejew 1984 für das Pariser Ballet de l'Opéra kreiert, entzieht sich der vom bösartigen Rotbart manipulierte Prinz Siegfried der Realität von Macht und Heirat durch die Flucht in eine Traumwelt mit dem Zaubersee als Symbol für seine idealisierte Liebe. Nurejew macht den Prinzen zu einem ebenbürtigen Partner der Schwanenprinzessin und verleiht ihm dadurch eine neue psychologische Tiefe. Er zieht es vor, diesem spannungsgeladenen Meisterwerk ein tragisches und sehr viel besser mit der musikalischen Schrift harmonierendes Ende zu geben. Die Übertragung erfolgt aus dem Pariser Opernhaus Opéra Bastille.

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