Shiva Baby
Trauerfeiern sind naturgemäß selten eine angenehme Angelegenheit. Für die junge Studentin Danielle hat das allerdings nicht die üblichen Gründe. Weder der Tod einer ihr ohnehin kaum bekannten Person, noch der verlogene bis desinteressierte Smalltalk der Trauergäste sind ihr Problem. Doch dann erscheint überraschend ihr heimlicher „sugar daddy“ samt Frau und Kind, was eine Reihe unangenehmer und unglaublich komischer Situationen auslöst, zumal auch ihre Ex-Freundin der Trauerfeier beiwohnt. Durch die drohende Gefahr, dass ihr heimlicher Nebenverdienst mit Sexdienstleistungen auffliegt, gerät Danielle in eine Reihe unangenehm-skurriler Situationen. Danielle, die doch nicht ohne Familie und Gemeinschaft leben kann, sind dabei die Sympathien des Publikums sicher. Shiva Baby, das Regie-Debüt von Emma Seligman, bewegt sich gekonnt zwischen familiären Spannungen, religiösen Traditionen und dem Wunsch nach sexueller Unabhängigkeit.