Stadt ist Stein - Ulm lebt

Keine Spielzeiten

Nach dem Film-Diplom an der Filmabteilung der Ulmer HfG wurde Peter Schubert ein bekannter Dokumentarfilm-Regisseur, der seine Themen immer wieder auch in und um Ulm fand. Von 1990 bis 1993 drehte er einen 90-Minuten Dokumentarfilm über die aktuelle Entwicklung der Stadt Ulm. Es war eine Zeit des Umbruchs mit zahlreichen Krisen traditioneller Industrien (Videocolor, Kässbohrer, Magirus…) aber auch der Gründung der Wissenschaftsstadt. Der Filmemacher blickt kritisch auf die Stadt, z. B. auf die geplante Untertunnelung der Neuen Straße, die durch einen Bürgerentscheid abgelehnt wird, er beleuchtet das ungelöste Ulmer Müllproblem. Mitglieder von Bürgerinitiativen kommen auch zu Wort. Immer wieder baut der Regisseur Aufnahmen aus seiner Zeit als Filmstudent an der HfG ein und sorgt so für Kontraste und Aha-Effekte. Schubert dokumentiert ein „Merhaba“-Fest im Haus der Begegnung und lässt Mitglieder der türkischen Community zu Wort kommen. Das Thema Zusammenleben von Mädchen und Jungens wird angesprochen sowie das Rollenverständnis der Zugezogenen hinterfragt.  Heute, nach rund 35 Jahren, sind nicht alle Probleme gelöst, aber die Werte unserer Demokratie – das betont auch Silvester Lechner vor einer Besuchergruppe im KZ Oberer Kuhberg - müssen verteidigt werden. Von allen, die hier leben, denn Ulm ist heute eine lebenswerte Internationale Stadt.  

Cast & Crew
OT: Stadt ist Stein - Ulm lebt
Regie: Peter Schubert
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