Toucher terre

Keine Spielzeiten
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Kann es sein, dass der Westen bei seinen spektakulären architektonischen Ambitionen im Zuge der Industrialisierung vergessen hat, wie einfach Bauen sein kann? In kaum einem anderen Feld hat der moderne, westliche Mensch sich so sehr von seiner – im wahrsten Sinne des Wortes - Bodenständigkeit entkoppelt und so viel tradiertes Wissen verlernt, wie beim Verlust der Fähigkeit, sein eigenes Haus bauen zu können. Ein partizipatives Bauprojekt steht im Zentrum von TOUCHER TERRE. Der französischsprachige Titel bedeutet übersetzt „die Erde berühren“ und bezieht sich sowohl auf das Material unter unseren Füßen als auch auf die Notwendigkeit, mit unserem Planeten verbunden zu sein. Er impliziert eine regungslose Bodenständigkeit und ein „Selber machen“. So setzen sich der französische Regisseur Jérémie Basset und die Ingenieurin Laetitia Fontaine mit der uralten, weltweit verbreiteten Bautradition von Lehmhäusern auseinander. Der Film zeigt die derzeitige Renaissance des Lehmbaus im Westen. Expert*innen aus den Bereichen Archäologie, Architektur und Bautechnik beleuchten die vielfältigen Facetten des Baumaterials, das sich leicht und fast überall auf der Welt mit geringem Aufwand herstellen lässt. Laien lernen auf der Baustelle, wie man etwas Stroh und Wasser zum lehmigen Boden hinzufügt, um ein hochwertiges Baumaterial herzustellen. Vom Boden bis zur Wand, von der knetenden Hand bis zur Hightech-Baustelle: dem Werkstoff Erde bzw. Lehm gehörte die Vergangenheit - und kann auch wieder die Zukunft gehören. 

Cast & Crew
OT: Toucher terre
Regie: Jérémie Basset
Mit: Anna Heringe, Martin Sauvage, Julia Wurst
Cast & Crew

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