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Der Bildhauer Franz Bernhard

Der Bildhauer Franz Bernhard

  • 50´
  • Biographie / Kurzfilm

Filmgespräch mit Stefan H. Schell

Sprache war für den Bildhauer Franz Bernhard immer nur eine Krücke, wichtig war das Objekt. Ein Mann der Worte ist Franz Bernhard, der 2013 starb, selten gewesen. Umso kostbarer sind die Einblicke, die Stefan H. Schells Filmporträt gewährt. Der Filmemacher konnte dem Bildhauer in seinem Atelier im pfälzischen Jockgrim über die Schulter schauen, bei den Vorbereitungen zu seiner Ausstellung im Museum Pfalzgalerie Kaiserslautern 2008 und in der Schiffswerft in Speyer, wo die größeren seiner Arbeiten entstanden. Es ist ein sehr persönliches Denkmal geworden, das Schell Franz Bernhard hier setzt. Bernhard ließ sich von der Begeisterung seines Vaters für die Kunst anstecken, er machte zuerst eine Schreinerlehre, 1959 begann er an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe sein Studium. Wilhelm Loth und Fritz Klemm sollten seine Professoren werden. Franz Bernhard, der 1934 in Neuhäuser im heutigen Tschechien geboren wurde, war auch ein bedächtiger Künstler, der gerne alle Produktionsprozesse in der Hand behielt. Der Film stellt die Bandbreite seines Schaffens dar. Bernhard wägt die Qualität der Zeichnung, die Dinge in die Luft hängen zu können gegen die Präsenz des Stahls ab. Stahl, so sagt Franz Bernhard könne auf einem kleinen Punkt große Massen zusammenbringen. Doch bei aller Liebe zum Material war die zum Menschen doch größer. Die Geometrie durfte nicht übermächtig in seinen Werken werden, etwas Menschliches musste immer in den Dingen sein.

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Wie Blätter im Wind

  • 30´
  • Drama / Kurzfilm

Eine junge Studentin befindet sich auf ihrer Reise zu sich selbst. Auf diesem Weg befinden sich jedoch Hürden, die es zu überwinden gibt und die ihre Definition von Freiheit ins Wanken bringen.
Wie Blätter im Wind - ein Film über die Suche nach persönlicher Freiheit, Identität und dem Weg aus der Orientierungslosigkeit.

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Kino 7
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I Am Not Your Negro

  • 95´
  • Dokumentarfilm

Kinodokumentation über Rassismus in den USA

Als der US-Schriftsteller James Baldwin im Dezember 1987 starb, hinterließ er ein 30-seitiges Manuskript mit dem Titel "Remember This House". Das Buch sollte eine persönliche Auseinander-setzung mit den Biografien dreier enger Freunden werden, die alle bei Attentaten ermordet wurden: Martin Luther King, Malcolm X und Medgar Evers. Die persönlichen Erinnerungen an die drei großen Bürgerrechtler verknüpft Baldwin mit einer Reflektion der eigenen, schmerzhaften Lebenserfahrung als Schwarzer in den USA.
I AM NOT YOUR NEGRO schreibt Baldwins furioses Fragment im Geiste des Autors filmisch fort und verdichtet es zu einer beißenden Analyse der Repräsentation von Afro-Amerikanern in der US-Kulturgeschichte. Baldwins Worte ertönen über Archivfotos, Filmausschnitte und Nachrichten-Clips der 1950er und 60er Jahre, die noch von Rassentrennung und einer beinah vollkommenen Unsichtbarkeit der Schwarzen in Hollywoods geprägt waren; sie erzählen von der Formierung der schwarzen Bürgerrechtsbewegungen und Baldwins kompliziertem Verhältnis zum Black-Power-Movement. In einer kühnen Erweiterung des literarischen Texts spannt der Film den Bogen bis in die Jetztzeit: zur noch heute gegenwärtigen weißen Polizeigewalt gegen Schwarze, den Rassenunruhen von Ferguson und Dallas und der Black-Lives-Matter-Bewegung.
In einem hochpolitischen Prozess der Aneignung schreibt I AM NOT YOUR NEGRO damit die US-Geschichte aus einer bis heute unterdrückten Perspektive neu. Der aus Haiti stammende Regisseur Raoul Peck ("Lumumba", 1992/2000; "Der Mann auf dem Quai", 1993; "Der junge Karl Marx", 2017) wurde für seinen mitreißenden Dokumentarfilm-Essay auf der diesjährigen Berlinale mit stehenden Ovationen gefeiert und mit dem Panorama-Publikums-Preis ausgezeichnet. Der Film war zudem für den Oscar als Bester Dokumentarfilm nominiert.

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