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Toni Morrison: The Pieces I Am

  • 120´
  • Literaturfilm / Dokumentarfilm

Im Rahmen des Literatur Film Festivals LITFILMS: Portrait über die Liternaturnobelpreisträgerin, die mit ihren Werken die afroamerikanische Erfahrung der Vergangenheit abbildete und durch ihre Schilderungen bis in die Gegenwart prägt.

Es sind Titel wichtiger Werke wie "Sula", "Solomons Lied", "Teerbaby", "Menschenkind" oder "Jazz", die einem in den Sinn kommen, wenn man an Toni Morrison denkt. Die biografische Dokumentation von Timothy Greenfield-Sanders bleibt eher auf Distanz zu ihren Romanen, wählt stattdessen einen sehr viel intimeren Zugang, indem er der Autorin selbst Raum gibt: Raum für Erinnerungen, Reflexion und Anekdoten. Collagenartig arrangiert er Interviewsequenzen mit Toni Morrison, ergänzt durch Wortbeiträge namhafter Personen wie Angela Davis, Oprah Winfrey, Fran Lebowitz, Sonia Sanchez und Robert Gottlieb. Elegant flicht er historisches Material zur afroamerikanischen Freiheitsbewegung ein sowie visuelle Werke zeitgenössischer schwarzer Künstler*innen. So entsteht - Stück für Stück - ein charismatisches Gesamtbild der Schriftstellerin.
Toni Morrison, Pulitzer- und erste afroamerikanische Nobelpreisträgerin, verstarb im August 2019. Sicherlich sind es ihre Romane, auf deren Seiten ihr Intellekt sowie ihr besonderes Gespür für Sprache und Erzählkunst den Lesern noch lange Zeit erhalten bleiben wird. Greenfield-Sanders' Dokumentation dagegen lädt den Zuschauer ein zu einer intensiven Begegnung mit der Autorin, die wiederum neue Perspektiven auf ihr literarisches Werk eröffnet.

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LITFILMS2D OV 
Last and First Men

Last and First Men

  • 70´
  • Literaturfilm

Im Rahmen des Literatur Film Festivals LITFILMS: Jóhann Jóhannssons finales Werk, das ganz ohne menschliche Darsteller*innen auskommt und uns durch Bildkomposition und Tilda Swintons Stimmr trotzdem in seinen Bannn zieht.

In zwei Milliarden Jahren steht die menschliche Rasse kurz vor der Auslöschung. Die einzigen Zeugen ihrer Existenz sind verlassene und surreale Monumente, die hoch in den Himmel ragen und eine ätherische Stimme, die aus einer fernen Zukunft mit uns kommuniziert.
"Last and First Men" ist ein Film ohne Menschen, aber mit drei ganz besonderen Protagonisten: den in Beton gegossenen Zeugnissen des jugoslawischen Brutalismus, Tilda Swintons Stimme und der Musik des isländischen Komponisten Jóhann Jóhannsson, der u.a. die Soundtracks für "Sicario" und "Arrival" schuf und 2018 im Alter von 48 Jahren starb. Der leidenschaftliche Science-Fiction-Leser Jóhannsson unterlegte die 16mm-Schwarz-Weiß-Aufnahmen seines einzigen Langfilms, fotografiert von "Victoria"-Kameramann Sturla Brandt Grøvlen, mit Auszügen aus dem gleichnamigen visionären Roman des britischen Schriftstellers und Philosophen Olaf Stapledon aus dem Jahr 1930, mit überirdischer Stimme vorgetragen von Tilda Swinton.
"Last and First Men" ist ein hypnotisches Gesamtkunstwerk, ein Requiem für das Universum mit Anklängen an Stanley Kubrick, Béla Tarr und die Avantgarde, und lässt das Kino zur puren Synthese von Bild und Ton werden, zu einem Literaturexperiment als Kopfkino und einem Ort des Unmöglichen, an dem sich tiefste Vergangenheit und fernste Zukunft treffen.

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LITFILMS2D OV 

Die Fälschung

  • 108´
  • FSK 12
  • Drama / Kriegsfilm

Im Rahmen des Literatur Film Festivals LITFILMS mit Filmgespräch mit Oscar-Preisträger Volker Schlöndorff: Die restaurierte Fassung des Libanon-Kriegsdramas mit Bruno Ganz und Hanna Schygulla.

Georg Laschen (Bruno Ganz) ist Reporter für ein Hamburger Magazin und berichtet direkt vor Ort aus Krisengebieten. Zusammen mit einem Fotografen reist der Journalist für eine Reportage über den Bürgerkrieg in den Libanon, wo er einmal mehr mit dem Schrecken des Krieges und seinen Auswüchsen konfrontiert wird. Aufgrund seiner Arbeit ist Georg nur selten Zuhause in Hamburg, was sich zunehmend auf die Beziehung mit seiner Tochter und seiner Frau Greta (Gila von Weitershausen) auswirkt. Gleichzeitig beginnt er seine Arbeit mehr und mehr zu hinterfragen. Trotzdem zieht ihn die orientalische Metropole und die kulturelle Vielfalt des Landes in den Bann. Als er in Beirut die Botschaftsangestellte Ariane (Hanna Schygulla) trifft, eine Deutsche die seit Jahren im Libanon lebt, keimt in ihm die Hoffnung auf ein neues Leben auf...

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Schloss
LITFILMS

Berlin Alexanderplatz

  • 10. Woche
  • 184´
  • FSK 12
  • Drama

Im Rahmen des LITFILMS Literatur Film Festival Münster im Cinema mit Regisseur Burhan Qurbani: Die moderne Adaption des Romans von Alfred Döblin

Dies ist die Geschichte von Francis (Welket Bungué). Auf der Flucht von Afrika nach Europa kentert er und rettet sich mit letzter Kraft an einen Strand der Mittelmeerküste. Dort schwört er dem lieben Gott, dass er von nun an ein guter, ein anständiger Mensch sein will. Bald führt Francis' Weg nach Berlin und jetzt ist es an ihm, seinen Schwur auch einzuhalten. Doch die Lebensumstände als staatenloser Flüchtling machen es ihm nicht einfach. Das Schicksal wird ihn auf eine harte Probe stellen. Dann trifft er auf den zwielichtigen deutschen Drogendealer Reinhold (Albrecht Schuch) und die Leben der beiden Männer verbinden sich zu einer düsteren Schicksalsgemeinschaft. Immer wieder versucht Reinhold, Francis für seine Zwecke einzuspannen, immer wieder widersteht er. Schließlich wird Francis von Reinhold verraten und verliert bei einem Unfall seinen linken Arm. Francis wird von Mieze (Jella Haase) aufgenommen und aus seiner Verzweiflung gerettet. Die beiden verlieben sich und werden ein Paar. Seine Geschichte könnte sich nun eigentlich gut ausgehen. Doch Francis kann der Anziehung von Reinhold nicht widerstehen... (Quelle: Verleih)

Cinema Münster Cinema

Cinema 1
LITFILMS

Brinkmanns Zorn

  • 105´
  • FSK 0
  • Dokumentarfilm

Im Rahmen des Literatur Film Festivals LITFILMS: Preisgekrönte Dokumentation über Rolf Dieter Brinkmann und Filmgespräch mit dem Regisseur Harald Bergmann.

Die Literaturikone Rolf Dieter Brinkmann ist ein Dichter, der alles auf einmal will. Er will Liebe. Und er will Hass. Er will Kunst. Und er will Tod. Mit seiner wütenden und leidenschaftlichen Sprache, die keine Grenzen zu haben scheint, drischt er gnadenlos auf die Details seines Alltags ein. "Brinkmanns Zorn" begleitet den Künstler auf seinen medialen und sprachlichen Raubzügen durch die geliebte, gehasste Kölner Innenstadt und lässt dabei Dokumentarfilm und Dichterbiografie auf eindrucksvolle, filmische Weise verschmelzen. (j.b.)

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LITFILMS

Der Schmetterlingsjäger - 37 Karteikarten zu Nabokov

  • 135´
  • FSK 6
  • Literaturfilm

Im Rahmen des Literatur Film Festivals LITFILMS: Ein filmischer Essay, in dem Episoden aus Vladimir Nabokovs Leben und Büchern, philosophische Gespräche und imaginäre Rekonstruktionen eine Meditation über das Wesen von Zeit bilden.

Kaum ein anderes Thema faszinierte den Autor Vladimir Nabokov in seinem Spätwerk mehr als der Komplex "Zeit". Seine Versuche, die Textur der Zeit als metaphysisches Phänomen sprachlich begreifbar zu machen, veranlassten den Filmemacher Harald Bergmann zu seiner experimentellen Dokumentation über einen faszinierenden Literaten. Der Sohn des 1977 verstorbenen Schriftstellers, Dimitri Nabokov, der wichtige Passagen aus dem Werk seines berühmten Vaters liest, wird zum wichtigen Dialogpartner in dem essayistischen Porträt. (v.f.)

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LITFILMS
Revenir

Revenir

  • 77´
  • Literaturfilm

Im Rahmen des Literatur Film Festivals LITFILMS: Die französischen Jungstars Niels Schneider (Xavier Dolans „Herzensbrecher“) und Adèle Exarchopoulos („Blau ist eine warme Farbe“) in einem einfühlsamen Familiendrama, ausgezeichnet mit dem Orrizonti Award für das beste Drehbuch beim Filmfestival in Venedig.

Thomas kehrt zurück in das abgelegene Bauernhaus in der Nähe von Valence, in einer hügeligen Region der Drôme im Südosten Frankreichs. Es gehört seinen Eltern, von denen er sich vor langer Zeit entfremdet hat, und er ist zurückgekehrt aus dem kanadischen Exil, wie wir später erfahren, nachdem er gehört hat, dass seine Mutter im Krankenhaus liegt, todkrank. Nach und nach erfährt Thomas von den jüngsten Ereignissen - den existenzbedrohenden finanziellen Schwierigkeiten, in die der Hof geraten ist, die verzweifelte Hinwendung seines Vaters und seines Bruders zur rechtsextremen Politik und die wahren Umstände des Todes seines Bruders Mathieu. Thomas besucht seine Mutter an ihrem Krankenbett, bekommt von seinem chronisch depressiven Vater spürbare Ablehnung und lernt Mathieus Ex Mona kennen, die inzwischen mit ihrem kleinen Sohn Alex auf dem Bauernhof lebt. Thomas verbringt immer mehr Zeit damit, sich um Alex zu kümmern und allmählich zum Ersatzvater zu werden - während seine sensible Art schließlich auch Monas Interesse weckt.
Ausgezeichnet mit dem Orrizonti Award für das beste Drehbuch beim Filmfestival in Venedig.

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LITFILMS2D OmU 
The Republics

The Republics

  • 83´
  • Literaturfilm / Dokumentarfilm

Im Rahmen des Literatur Film Festivals LITFILMS: Ein s/w-16mm-Essayfilm, der das Prosagedicht „Republic Of Dogs / Republic Of Birds“ von Stephen Watts als Ausgangspunkt für eine Reflektion über Landschaft, Geschichte, Erinnerung und die Macht der Worte nimmt.

Seit vier Jahrzehnten ist der britische Dichter, Übersetzer und Aktivist Stephen Watts die leise, dringende, zutiefst engagierte Stimme der Marginalisierten und Übersehenen. Seine Werkzeuge sind immerwährendes Zeugnis und präziser Widerstand durch Gedichte und Prosa, verankert in lyrischem Zorn für Gerechtigkeit und Lobgesang auf die geliebten, aber zerbrechlichen Dinge.

Mit dem Londoner Filmemacher Huw Wahl hat Watts einen ebenbürtigen Partner gefunden. "The Republics" schlägt einen Bogen von den frühen 1980er Jahren bis in die Gegenwart, von der Londoner Isle of Dogs und den westlichen Inseln Schottlands - wo Watts in seiner Jugend als Hirte lebte und arbeitete - bis in die Berge Norditaliens. Immer mit einem tiefen Einfühlungsvermögen ausgestattet, ist "The Republics" einer der beeindruckendsten Künstlerfilme der letzten Jahre, dessen eigene Poesie so ehrlich und beredt spricht wie die des darin porträtierten Schriftstellers.

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LITFILMS2D OV 

The Booksellers - Aus Liebe zum Buch

  • 99´
  • FSK 0
  • Dokumentarfilm

Im Rahmen des Literatur Film Festivals LITFILMS: Regisseur D.W. Young nimmt seine Zuschauer mit in die faszinierende Welt der antiquarischen Buchhändler

THE BOOKSELLERS ist ein lebendiger Blick hinter die Kulissen der New Yorker Welt der seltenen Bücher und jener faszinierenden Menschen, die sie bewohnen. Der Dokumentarfilm ist eine liebevolle Hommage an die Buchkultur und eine ernsthafte Auseinandersetzung mit der Zukunft des Buches.
Der Film unternimmt eine Reise in eine kleine, faszinierende Welt voller träumender, exzentrischer, intellektueller und besessener Bibliophilen, die niemals aufgeben bei der unerbittlichen Suche nach dem nächsten großen Fund. Dabei zeigen sich Buchhändlerinnen und -händler als Gelehrte, Detektiv:innen und Geschäftsleute in einem, und ihre Persönlichkeiten und ihr Wissen sind so divers wie die Bücher, mit denen sie arbeiten. Sie spielen eine unterschätzte, aber essenzielle Rolle bei der Aufgabe des Bewahrens von kulturellem Wissen und menschlicher Geschichte.
Doch trotz aller Leidenschaft sieht der Buchmarkt sich zeitgleich mit einem stetigen Rückgang kleiner Buchhandlungen konfrontiert. Welchen Einfluss haben neue Technologien auf den Buchmarkt? Wie wichtig sind Bücher als haptische Objekte?
Die andauernde Relevanz des Buches wird aber nicht nur von enthusiastischen Büchersammler:innen verteidigt, sondern auch von einer wachsenden Community aus jungen Lesenden und Menschen, deren Liebe zum Buch ungebrochen ist. THE BOOKSELLERS lässt uns diese Liebe spüren - als Plädoyer für die Seiten, die die Welt bedeuten. (Quelle: Verleih)

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LITFILMS2D OmU 
Berlin - Alexanderplatz

Berlin - Alexanderplatz

  • 87´
  • FSK 12
  • Filmklassiker / Literaturverfilmung

Im Rahmen des Literatur Film Festivals LITFILMS: die erste Verfilmung von Alfred Döblins Jahrhundertroman – ein Film aus dem Berlin der letzten Jahre der Weimarer Republik.

Der nach vierjähriger Haft aus dem Gefängnis entlassene Franz Biberkopf - er hatte im Rausch seine Freundin getötet - versucht ins Alltagsleben zurückzufinden und betreibt einen Straßenhandel am Alexanderplatz in Berlin. Er lernt Cilly kennen und lieben. Deren ehemaliger Freund Reinhold ist ein Bandenführer, der Biberkopf zum Mitmachen überreden möchte. Als sich Biberkopf widersetzt, wird er aus einem fahrenden Auto vor ein anderes geworfen. Er verliert einen Arm, liegt wochenlang im Krankenhaus und schließt sich demoralisiert doch noch Reinhold an.

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LITFILMS
Das Beste des Weimarer Poetryfilmpreises

Das Beste des Weimarer Poetryfilmpreises

  • 90´
  • Poetryfilme

Im Rahmen des Literatur Film Festivals LITFILMS werden die Gewinnerfilme des Weimarer Poetryfilmfestivals gezeigt.

Weimar hat sich in den letzten Jahren zu einem Zentrum der Poesiefilms entwickelt.
Und dies in mehrfacher Hinsicht: Seit 2014 entstanden Jahr für Jahr an der Bauhaus Universität neue Poetryfilme. 2015 ging mit dem Poetryfilmkanal (www.poetryfilm.de) ein internationales Magazin online. Und seit 2016 vergeben die Professur Multimediales Erzählen der Bauhaus Universität und die Literarische Gesellschaft Thüringen den "Weimarer Poetryfilmpreis". Der Wettbewerb war bis 2019 Teil des universitären backup_Kurzfilmfestivals. 2020 wird die Preisverleihung erstmals im Rahmen eines eigenen Festivals - den Internationalen Thüringer Poetryfilmtagen - durchgeführt.

Folgende Filmauswahl wird gezeigt: "What About The Law" (Charles Badenhorst, 2014), "Steel and Air" (Chris & Nick Libbey, 2015), "Standard Time" (Hanna Slak & Lena Reinhold, 2017), "Heartbreak" (Dave Tynan, 2017), "The Last Time" (Christine Hooper, 2016), "The Desktop Metaphor" (Helmie Stil, 2017), "Blue Flash Flash" (Jane Glennie, 2017), "Patata Day" (Peter Böving, 2016), "Hiatus (JPV)" (Vivian Ostrovsky, 2018), "The Right To Fall Apart" (Rika Tarigan, 2019), "Hate For Sale" (Anna Eijsbouts, 2017), "The Opened Field" (Helmie Stil, 2018).

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LITFILMS2D OmU 
Harz

Harz

  • 92´
  • Literaturverfilmung / Thriller

Im Rahmen des Literatur Film Festivals LITFILMS: Für die Romanvorlage hat die Autorin Ane Riel gleich alle vier wichtigen skandinavischen Krimipreise erhalten.

Im Mittelpunkt steht eine kleine Familie, die in selbstgewählter Isolation auf einer dänischen Insel lebt. Die einzige Person, die manchmal vorbeikommt, ist der Postbote, aber er wird verjagt, sobald er auftaucht. Schnell wird klar, dass die verzweifelte Entschlossenheit der Eltern, sich von anderen abzusondern, ebenso viel mit Paranoia und psychischen Erkrankungen zu tun hat wie ihr Wunsch, der Natur nahe zu bleiben. Die Eltern, Jens (Peter Plaugborg) und Maria (Sofie Gråbøl), haben ihre Existenz viele Jahre lang kontrolliert, aber als ihre geliebte Tochter Liv (Vivelill Søgaard Holm) anfängt, sich für die Außenwelt zu interessieren, beginnt die Grundlage ihrer Existenz zu beben. Schönheit und harmonische Natur stehen Seite an Seite mit dem Brutalen und Albtraumhaften in Daniel Borgmans atmosphärisch unglaublich dichter Adaption.

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LITFILMS2D OmU 
Antigone

Antigone

  • 109´
  • Literaturfilm / Drama

Im Rahmen des Literatur Film Festivals LITFILMS: Ausgezeichnet als bester kanadischer Film beim Toronto International Film Festival 2019: eine moderne Adaptation der klassischen griechischen Tragödie mit den Mitteln des poetischen Realismus.

Nach dem Mord an ihren Eltern finden Antigone, ihre Schwester Ismène, ihre Brüder Étéocle und Polynice und ihre Großmutter Ménécée Zuflucht in Montreal. Sie führen ein ruhiges, bescheidenes Leben in einer winzigen Wohnung in einem Arbeiterviertel. Antigone (meisterhaft gespielt von Nahéma Ricci in ihrer ersten Hauptrolle) ist eine Einser-Schülerin, die zudem auch die Familie zusammenhält. Die Tragödie schlägt zu, als Étéocle bei der Verhaftung von Polynice, einem kleinen Drogendealer, zu Unrecht von der Polizei niedergeschossen wird. Motiviert durch ihr Pflichtgefühl gegenüber ihrer Familie, beschließt Antigone, ihre eigene Zukunft zu gefährden, um die ihrer Familie zu bewahren.
Packend, kraftvoll und sehr modern adaptiert die Regisseurin die griechische Tragödie und verortet sie im zeitgenössischen Montreal. Das jüngste Werk der preisgekrönten Filmemacherin Sophie Deraspe aus Québéc ist ein mitfühlendes Familiendrama, das sich nicht mit der Anklage gegen die gegenwärtige Flüchtlings- und Einwanderungserfahrung in Nordamerika zurückhält.

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LITFILMS2D OmU 
N.P

N.P

  • 60´
  • Literaturfilm

Im Rahmen des Literatur Film Festivals LITFILMS: Eine spielerische, sprachlose Adaption des Romans „N.P.“ von Banana Yoshimoto, in dessen Mittelpunkt die Mediation zwischen Filmfiguren und grundsätzlichen Motiven der Literaturadaption stehen.

Während eines Sommers in Japan entdecken vier junge Menschen, wie ein Buch sie verbindet. Alle vier sind von dem Roman "N.P" der verstorbenen und geheimnisvollen Sarao Takase fasziniert. Der gleichnamige Film seziert das komplexe Beziehungsgeflecht der Figuren. Wie verhält sich eine Übersetzung zum Original? Wie verhält sich die Fiktion zur Wirklichkeit? Inwieweit ist Ihr Leben eine Fiktion, die sich an vorgegebenen Erzählungen orientiert? Und welcher Art ist die oft inzestuöse Interaktion zwischen den Protagonisten?
Die Farben des Sommers bestimmen die Stimmung und Atmosphäre des Films und verwandeln sein komplexes, dunkles Herz in eine spielerische Meditation über die Jugend und über den Einfluss vergangener Erfahrungen auf das eigene Leben.
Lisa Spilliaert ist in Japan und Belgien aufgewachsen. Der Dialog zwischen zwei Kulturen zieht sich wie ein roter Faden durch ihr Werk. Für ihr Spielfilmdebüt "N.P" wählte sie eine sprachlose Adaption des Romans mit Zwischentiteln. Dies ermöglichte es ihr, die physische Präsenz der Worte hervorzuheben. Dem verbalen Schweigen stehen Kompositionen der Noise-Rock-Legenden Wolf Eyes und der Klangkünstlerin Asuna sowie der Synthie-Pop von Stacks gegenüber.

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Margaret Atwood: A Word after a Word after a Word is Power

Margaret Atwood: A Word after a Word after a Word is Power

  • 92´
  • Dokumentarfilm

Im Rahmen des Literatur Film Festivals LITFILMS: Portrait von Nancy Lang und Peter Raymont, die die Autorin und ihr Umfeld über mehrere Jahre begleiteten. So ensteht eine Dokumentation, die mit Originalmaterial und Texten von Atwood ergänzt wird.

Margaret Atwood ist nicht erst seit der preisgekrönten Serienverfilmung ihres Romans "A Handmaid's Tale" (1985) ein Star der Literaturszene. Sicherlich hat die Serie aber dazu beigetragen, sie noch einmal mehr in das Zentrum der Aufmerksamkeit zu rücken. Doch was für ein Mensch steckt hinter der erfolgreichen Autorin, die nie vorhatte, eine solche zu werden? Nancy Lang und Peter Raymont durften Atwood und ihren Lebensgefährten, Graeme Gibson, zwei Jahre lang auf ihren Reisen durch die Welt begleiten. Sie waren bei öffentlichen Auftritten ebenso dabei wie auf privaten Streifzügen und in intimen Momenten. Liebevoll verknüpfen die Regisseure das Dokument der Reise mit persönlichem Bildmaterial der Autorin, ihren Manuskripten und Malereien, sie binden filmisches Archivmaterial ein, lassen Freunde, Familie und natürlich auch sie selbst zu Wort kommen. Ihr literarisches Werk bleibt dabei in Form von eingelesenen Textauszügen stets präsent.
So entsteht nicht nur das Porträt einer Schriftstellerin, sondern das einer Tochter, einer Mutter, einer Freundin, einer Liebenden. Es entsteht das Porträt einer selbstbewussten Frau, einer Künstlerin und Aktivistin, die mit ihrem Engagement ebenso wie mit ihrem breitgefächerten Wissen und ihrem Sinn für Humor beeindruckt, die als Mensch nahbar wird.

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Familie Brasch - Eine deutsche Geschichte

  • 102´
  • FSK 6
  • Literaturverfilmung / Dokumentarfilm

Im Rahmen des Literatur Film Festivals LITFILMS: Ein Abend für Thomas Brasch – Der Autor und Filmemacher Thomas Brasch als Thema eines neuen Spielfilms, mit Lesung aus Braschs Texten und Vorführung des Dokumentarfilms „Familie Brasch“ von Annekatrin Hendel.

Annekatrin Hendel begleitet Aufstieg und Fall der Funktionärsfamilie Brasch, die in den Jahren nach 1945 in der sowjetisch besetzten Zone den deutschen Traum vom Sozialismus lebt. Das antifaschistische Familienoberhaupt Horst Brasch wirkt am Aufbau der DDR entgegen den Ressentiments seiner Frau Gerda mit. Die Risse in der Vorzeigefamilie treten allerdings spätestens mit Einsetzen der Pubertät ihrer Söhne offen zutage: Vater Brasch liefert seinen ältesten Sohn den Behörden aus. Nur 20 Jahre später ist der sozialistische Traum gescheitert. (vf)

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Werkschau Artists in Residence / New Film Generation

Werkschau Artists in Residence / New Film Generation

  • 90´
  • Literaturverfilmung / Dokumentarfilm

Im Rahmen des Literatur Film Festivals LITFILMS: Werkschau Artists in Residence / NEW FILM GENERATION: Mehr als Schriftstellen - Aus Wort und Bild wird ein Film

Drei Monate lang suchten die Regisseurin Sandra Reyes und der Schriftsteller Thomas Empl, die artists in residence des litfilms-Festivals, in Rheine und Münster nach Zwischenräumen, nach Anknüpfungspunkten von Schreiben und Bewegtbild abseits des gängigen Publikumsfilms. Mit der experimentellen Arbeit cadaver exquisito sollte Film entstehen, vom Text ausgehend, und Text, vom Bild inspiriert. Bei der Werkschau im Schloßtheater sind Ergebnisse zu sehen, die sich (noch) in Arbeit befinden, in denen Symbiosen geglückt oder gescheitert sind.
Darüber hinaus verarbeiteten Reyes und Empl während der Corona-Pandemie entstandene "Innenansichten": kurze Videos, welche die Filmwerkstatt gesammelt hat und die von den Residenzkünstlern lyrisch und filmisch interpretiert und neu geordnet wurden.

Außerdem feiert ein kurzer Dokumentarfilm Premiere, den fünf Kids im Alter von 10 bis 14 Jahren im Rahmen des Projektes Kulturrucksack NRW in einem Jugendfilmworkshop Ende Juli erstellt haben. Dort trafen die Kids auf Sandra Reyes und Thomas Empl und sprachen mit ihnen über ihre Arbeit und den Schaffensprozess dahinter. Eine Lesung sowie ein Screening in der Titanick-Halle am Hawerkamp ermöglichten den Jugendlichen einen Einblick in die Arbeit der Filmemacherin und des Literaten.
Das Projekt wird gefördert vom Land NRW dem Kulturrucksack NRW und dem Kulturamt Münster.

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Transit

  • 101´
  • FSK 12
  • Drama

Zum Abschluss des Literatur Film Festivals LITFILMS: Die kühne Adaption des Romans von Anna Seghers, der die Handlung aus dem Jahr 1942 in die Gegenwart verlegt. Im Anschluss Diskussion mit Regisseur Christian Petzold!

Die deutschen Truppen stehen vor Paris. Georg, deutscher Flüchtling, entkommt im letzten Moment nach Marseille. Im Gepäck hat er die Hinterlassenschaft des Schriftstellers Weidel, der sich aus Angst vor seinen Verfolgern das Leben genommen hat: Ein Manuskript, Briefe, die Zusicherung eines Visums durch die mexikanische Botschaft. In Marseille darf nur bleiben, wer beweisen kann, dass er gehen wird. Visa für die möglichen Aufnahmeländer werden gebraucht, Transitvisa, die raren Tickets für die Schiffspassage. Georg erinnert sich der Papiere Weidels und nimmt dessen Identität an. Er taucht ein in die ungefähre Existenz des Transits. Flüchtlingsgespräche in den Korridoren des kleinen Hotels, der Konsulate, in den Cafés und Bars am Hafen. Er freundet sich mit Driss an, dem Sohn seines auf der Flucht gestorbenen Genossen Heinz. Wozu weiterreisen? Lässt sich anderswo ein neues Leben beginnen? Alles verändert sich, als Georg die geheimnisvolle Marie trifft und sich in sie verliebt. Ist es Hingabe oder Berechnung, die sie ihr Leben vor der Weiterreise mit dem Arzt Richard teilen lässt, während sie gleichzeitig auf der Suche nach ihrem Mann ist? Der, so erzählt man, sei in Marseille aufgetaucht, in Besitz eines mexikanischen Visums für sich und seine Frau. (Quelle: Verleih)

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