Schloßtheater
Melchersstraße 81, 48149 Münster, Tel.: 0251 - 22 579
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Kassenöffnungszeiten:
Mo - Do 15:15 bis 21:00 Uhr,
Fr/Sa 15:15 bis 23:30 Uhr
So 10:30 bis 21:00 Uhr
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„Ein Blick auf die im Schloßtheater angekündigten Filme läßt uns erwarten und glauben, daß dieses verpflichtende Niveau auch in der Programmgestaltung eingehalten wird.“ Diese Zeilen schrieb ein Journalist der Münsterschen Zeitung (MZ) anlässlich der Eröffnung des Schloßtheaters am 31.12.1953. Die Hoffnung des Autors sollte nicht enttäuscht werden.
Die Erwartungen eines anspruchsvollen Kinopublikums erst recht nicht.
Heute, 55 Jahre später, ist das Schloßtheater nicht nur das älteste, sondern auch das für sein Programm am häufigsten ausgezeichnete Kino in der Stadt. Über 100 Mal wurde es vom Bund und vom Land Nordrhein-Westfalen für sein herausragendes Jahres- und Kinderprogramm prämiert.
Schon bevor das Kino am Kanonierplatz im Norden Münsters mit seinem 600 Plätze fassenden Saal und seinem großräumigen Foyer eröffnet wurde, zeigten seine Betreiber Weitblick. In vorführ- und tontechnischer Hinsicht war das neue Lichtspielhaus, seinerzeit das 13. in Münster, vollkommen auf der Höhe der Zeit. Selbst für die Vorführung von Filmen im damals neuen und als „Sensation aus Amerika” (MZ) gefeierten Cinemascope-Format war es bereits ausgerüstet. Der Bibel-Film „Das Gewand” war denn auch der erste Cinemascope-Film in Münster, den das Schloßtheater zeigen konnte. Zudem war die Vorführung sämtlicher anderer gängiger Filmformate möglich.
Dass zur Eröffnung des Hauses der Film „Die Schönen der Nacht“ von René Clair in der deutschen Fassung und – in Sondervorstellungen – auch in der französischen Fassung mit deutschen Untertiteln gespielt wurde, sollte programmatisch sein für die Zukunft des Kinos. Das Schloßtheater, seit 1953 in der „Gilde deutscher Filmkunsttheater e.V.“ (seit 2003 in der „Arbeitsgemeinschaft Kino – Gilde deutscher Filmkunsttheater“) und seit 1998 Mitglied von EUROPA CINEMAS, war mit seinem Programm von Anfang an dem europäischen Film als wichtigem und wesentlichem Bestandteil moderner Kultur verpflichtet. Besuche von Regisseuren und Schauspielern, die ihre Filme persönlich vorstellen und sie mit dem Publikum diskutieren, unterstreichen diese Verpflichtung ebenso wie zahlreiche zusätzliche Angebote.
So spielt der filmclub münster, der älteste aktive Filmclub Deutschlands, noch heute im Schloßtheater seine mit viel Liebe zur Filmkunst zusammengestellten Programme. Mehrere Male beherbergte das Kino das von der Filmwerkstatt Münster im Zwei-Jahres-Rhythmus veranstaltete Filmfestival Münster. Zudem findet hier seit 1998 das 1983 gegründete Kinderfilmfest Münster statt, das mittlerweile mit seinem Wettbewerb weit über die Grenzen von Münster hinaus bekannt und beliebt ist.
Im Jahre 1984 wurde das bisherige Ein-Leinwand-Kino grundlegend umgebaut, um durch zusätzliche zwei Leinwände das typische „Schloß“-Angebot erweitern und das Programm flexibler präsentieren zu können. Seitdem verfügt der große Saal über 238 Sitzplätze, die beiden kleineren Säle Woody und Movie über 102 und 101 Plätze.
Ein weiterer umfassender Umbau wurde 2008 im Foyer des seit den 1990er Jahren unter Denkmalschutz stehenden Hauses vorgenommen. Dort wird dem Publikum seit Februar 2008 von der Firma Café im Schloßtheater GmbH mit kleinen Speisen und ausgesuchten Weinen ein besonderes kulinarisches Angebot gemacht. Dabei wurde sorgsam darauf geachtet, den besonderen Charakter des Hauses, wie er sich vor 55 Jahren zur Eröffnung präsentierte, nicht zu verändern.
Von einer „dezenten Ausstrahlung der Einrichtung, bei der man durchweg auf Schnörkel und modische Spielarten zugunsten einer großflächigen, klaren und vornehmen Wirkung verzichtet“ hat, war seinerzeit im Artikel der Müns-
terschen Zeitung zu lesen. Noch heute ist das ein nachhaltiger Eindruck, den das Kino am Kanonierplatz bei den Besuchern hinterlässt. Am nachhaltigsten aber ist ohne Zweifel die Qualität des Programms, der Garant für viele weitere Jahre Schloßtheater in Münster.
Ausgezeichnet!
Als Kulturstaatsminister Bernd Neumann im Hamburger Theater "Fliegende Bauten" die Kinoprogrammpreise 2009 vergab, waren unter den 169 mit Prämien von insgesamt 1,5 Millionen Euro bedachten Filmtheatern auch wieder das Schloßtheater, das neben dem Hauptprogramm auch für das herausragende Kinder- und Jugendprogramm ausgezeichnet wurde, und das Programmkino Cinema, das außerdem auch für das herausragende Kurz- und Dokumentarfilmprogramm prämiert wurde. Letzteres gehört zu den fünf höchstausgezeichneten Kinos der Republik. In Deutschland gibt es ungefähr 1.800 Kinos mit 4.800 Leinwänden.
Anlässlich der Preisverleihung betonte der Staatsminister: "Das Kino hat als Kulturort eine wichtige Funktion in der Mitte unserer Gesellschaft – ob in der Stadt oder in den Regionen. Die heute ausgezeichneten Programmkinos und Filmkunstverleiher setzen in der deutschen Kinolandschaft besondere Akzente. Die Kinoprogrammpreise mit einer Gesamtsumme von 1,5 Millionen Euro tragen entscheidend dazu bei, dass die Preisträger weiterhin anspruchsvolle Kinoprogramme anbieten können und sich nicht ausschließlich dem Kommerz unterwerfen müssen."
Der Spitzenpreis für das beste deutsche Kinoprogramm ging in diesem Jahr an das Kino „Filmkunst 66” in Berlin.
Am 4. November 2009 vergaben im Düsseldorfer Savoy-Kino prominente deutsche Filmschaffende als Paten die Jahresfilmprogramm-Prämien 2009 der Filmstiftung NRW für Kinos unseres Bundeslandes. Insgesamt wurden dabei Preisgelder in Höhe von 429.000 Euro an 58 Lichtspielhäuser vergeben. Münsters Schloßtheater und das Cinema gehörten dabei erneut der kleinen, aber feinen siebenköpfigen Spitzengruppe Düsseldorf/Münster. Das Cinema erhielt sogar die höchste Gesamtprämie des Landes. Beide Kinos wurden für das herausragende Filmprogramm und für das herausragende Kinder- und Jugendfilmprogramm prämiert. Auf dem Bild: Klaus-Dieter Klepsch von den Münsterschen Filmtheaterbetrieben mit „Päpstin” Johanna Wokalek und Thomas Behm und Holger Lüsch vom Cinema mit Darsteller Anatole Taubman („Die Päpstin”; „Casino Royale”).
Das Café im Schloßtheater
Das Kreuzviertel hat eine neue Attraktion, denn das Café im Schloßtheater hat eröffnet! Das Kino-Foyer erstrahlt in neuem Glanz, und seit Sommer 2008 werden erlesene mediterrane Speisen angeboten. Bei gutem Wetter wird am gemütlichen Kanonierplatz auch draußen serviert. Schauen Sie doch mal rein - gerne auch im Internet, denn das Café hat jetzt auch eine Webseite:
www.cafe-im-schlosstheater.de
Bestuhlungsplan
Das Schloßtheater ist Mitglied bei:
Arbeitsgemeinschaft Kino – Gilde deutscher Filmkunsttheater,
Der Verband der deutschen Arthouse-, Programm- und Filmkunst-Kinos. www.agkino.de / www.Programmkino.de
EUROPA CINEMAS, das von der EU ins Leben gerufene und geförderte Netzwerk europäischer Kinos, die sich zum Ziel gesetzt haben, den europäischen Film zu stärken. www.europa-cinemas.org
CICAE, der Internationale Verband der Filmkunsttheater, der sich für die Vernetzung von Kinos, die Förderung der Filmkunst und den Verleih wertvoller Filme einsetzt. www.cicae.org
Unser Kino als Video-Star
Das Schloßtheater ist übrigens – neben der Schauspielerin Karola Niederhuber – der Star des Musikvideos IN DEN SCHUHEN VON AUDREY HEPBURN der Band Erdmöbel! Regie führte der Münsteraner Jan-Christoph Tonigs (geb. Hassel).
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