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In Love and War

  • USA, 1996
  • Melodram
  • Regie: Richard Attenborough
  • Mit: Sandra Bullock, Chris O'Donnell, Mackenzie Astin, Emilio Bonucci, Ingrid Lacey

Ernest Hemingway, noch Teenager, wird im ersten Weltkrieg als erster Amerikaner überhaupt verwundet und verliebt sich im Lazarett in seine (deutlich ältere) Krankenschwester. Weil das naßforsche Großmaul zugleich Kriegsheld, Draufgänger und Charmeur ist, kann die nicht anders, als sich zurückzuverlieben. Das ist dann die Ursache für jede Menge Herz-Schmerz, der am Ende dafür verantwortlich sein soll, daß aus Hemingway der geniale, immer selbstmordnahe Autor wird und nicht ein rasenmähender, glücklicher Familienpapi.

Richard Attenborough, Schöpfer vieler Filmklassiker, hat sich an das Leben des amerikanischen Über-Autors Ernest Hemingway gewagt, und gleich ist eine öde Literaturverfilmung daraus geworden. Unabhängig von der Frage, ob das alles wohl der Realität entspricht: Liebesqualen, Patriotismus und Kriegsunglück vermengen sich in diesem Film zu einem ziemlich ungenießbaren Sud, der zähflüssig von der Leinwand rinnt und in das Taschentuch des Zuschauers tropft wie einst aus Hedwig Courths-Mahlers Romanen. Da retten auch Sandra Bullock und Chris O'Donnell nichts mehr. Empfehlenswert ab 70 (und für alle, die sich schon so fühlen).

(AK)

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